Sanierung des Kreishauses in Siegburg

Prognose: Kosten bleiben bei 33,7 Millionen Euro

Siegburg Kreishaus, Kreisverwaltung

Nach der aktuellen Kostenprognose wird es bei den 33,7 Millionen Euro für die Sanierung des Kreishauses bleiben.

RHEIN-SIEG-KREIS. Nach aktueller Schätzung bleibt es vorerst bei den anvisierten 33,7 Millionen Euro für die Sanierung des Kreishauses in Siegburg. Das kündigte Tim Hahlen, Leiter der Gebäudewirtschaft beim Rhein-Sieg-Kreis, nun im Bau- und Vergabeausschuss an.

Es ist das größte Hochbauprojekt für die Kreisverwaltung seit dem Bau des Kreishauses. Das war zwischen 1975 und 1981 für insgesamt 94 Millionen Mark (etwa 48 Millionen Euro) in zwei Bauabschnitten errichtet worden. Fast 40 Jahre später hat die Kreisverwaltung nun zehn Bauabschnitte angesetzt, um das Kreishaus brandschutztechnisch auf den neuesten Stand zu bringen. Der erste Bauabschnitt läuft. Einen aktuellen Sachstandbericht gab Tim Hahlen, Leiter der Gebäudewirtschaft beim Rhein-Sieg-Kreis, nun im Bau- und Vergabeausschuss.

Nach der aktuellen Kostenprognose wird es vorerst bei den 33,7 Millionen Euro bleiben, die der Kreis für die Sanierung angesetzt hat - immerhin mehr als 20 Millionen Euro mehr als anfangs kalkuliert. Es kann aber zu einer weiteren Erhöhung kommen, warnte Hahlen: "Es gibt einfach zu viele Kostenrisiken." Diverse Nachträge oder andere unvorhersehbare Aspekte könnten etwa die auf drei Jahre angelegte Bauzeit verlängern.

Die Sanierung verläuft von oben nach unten und hat im zwölften bis zehnten Obergeschoss begonnen. Die Mitarbeiter sind aus ihren Büros in das kreishausinterne Ausweichquartier im vierten und fünften Stock umgezogen. Diese Büros waren, wie berichtet, Mitte Juli durch den Umzug der 140 Mitarbeiter von Sozialamt sowie Verkehrssicherung und Bußgeldstelle des Straßenverkehrsamtes nach Sankt Augustin zu diesem Zweck frei geworden.

Wer einen Blick in das Treppenhaus A wirft, wird es wohl nicht mehr wiedererkennen. Die grünen Teppiche, die bislang auf den Treppen lagen, sind raus. Der Estrich wird abgestemmt, an den Wänden neue Handläufe angebracht. "Es handelt sich um eine Brandschutzsanierung plus", sagte Tim Hahlen. Das heißt in der Praxis, dass die Sanierung nicht nur brandschutztechnische Aspekte g umfasst.

Der Kreis lässt jetzt in einem Zuge Wasserleitungen austauschen, LED-Leuchten installieren, die Barrierefreiheit verbessern, alte Toilettenanlagen austauschen und die Büros neu möblieren.