Umbau des Schulzentrums

Planung für Siegburger Schulzentrum beginnt

Mit der Sanierung des Schulzentrums Neuenhof soll auch die Studiobühne ins Schulzentrum integriert werden.

Mit der Sanierung des Schulzentrums Neuenhof soll auch die Studiobühne ins Schulzentrum integriert werden.

Siegburg. Politik will die Studiobühne weiterhin am Neuenhof integrieren. Stadt soll dafür aber nicht mehr als drei Millionen Euro zahlen. Anders als ursprünglich vorgesehen, soll auch die Sporthalle in die Sanierung eingebunden werden.

Der Startschuss ist eigentlich schon im vergangenen Oktober gefallen. Damals hatte die Siegburger Politik beschlossen, das in die Jahre gekommene Schulzentrum Neuenhof zu erweitern und zu sanieren. Zugleich wurde Planer Heiner Farwick damit beauftragt, zu prüfen, wie sich der Verein Theaterschatz mit Studiobühne, Schauspielschule und Theater Tollhaus auf dem Gelände integrieren ließe. Das Ergebnis präsentierte er, wie berichtet, am Montag in einer Sondersitzung des Planungsausschusses. Nach eingehender Beratung hat der Rat am Donnerstag nun einstimmig entschieden, den nächsten Schritt mit dem Theaterschatz zu gehen und die konkrete Planung angestoßen.

Die Idee, der Studiobühne am Neuenhof ein neues Zuhause zu geben und mit der Symbiose aus Bildung und Kultur ein Alleinstellungsmerkmal für das Schulzentrum zu schaffen, hat alle Fraktionen von Anfang an überzeugt. Daran hat auch der erste grobe Kostenrahmen für die damit einhergehende Erweiterung und den Umbau der Turnhalle grundsätzlich nichts geändert. Architekt Farwick schätzt die Kosten, die er in seiner Machbarkeitsstudie ermittelte, auf rund 10,8 Millionen Euro. Den Großteil davon hofft die Stadt über Fördermittel aus dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) abzudecken, das der Rat am Donnerstag gegen die Stimmen der Grünen beschlossen hat. Dafür muss das Projekt in der Entwurfsplanung sein.

Im Ältestenrat hatten sich die Fraktionen im Vorfeld des Rates bereits darauf geeinigt, am Konzept für einen Bildungs-, Kultur- und Sportcampus am Neuenhof festzuhalten und die Planung für das gesamte Schulzentrum voranzutreiben. Um das finanzielle Risiko für die Stadt so gering wie möglich zu halten, hat die Politik aber Bedingungen für die weitere Planung festgelegt. So soll diese in Bauabschnitten erfolgen, die nacheinander realisiert und gegebenenfalls noch einmal modifiziert werden können. Anders als ursprünglich vorgesehen soll nun auch die Sporthalle in die Sanierung eingebunden werden. Und vor allem soll die Stadt für den Bau der neuen Räume für den Theaterschatz nicht mehr als drei Millionen Euro aus eigenen Mitteln ausgeben.

„Vor dem Hintergrund der finanziellen Rahmenbedingungen unserer Stadt war das keine einfache Entscheidung, wenn man isoliert auf die Kosten blickt“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Sauerzweig. Gleichwohl sehe seine Fraktion den Mehrwert. Das Projekt werde die kulturellen und sportlichen Begegnungen in Siegburg fördern und den Schülern des Schulzentrums optimale Voraussetzungen für eine künstlerische Bildung und Förderung ihrer Talente geben. Und das Kostenrisiko sei nun minimiert.

„Wenn wir dieses Projekt nicht umsetzen, funktioniert auch die Talentschule nicht“, sagte CDU-Fraktionschef Jürgen Becker mit Blick auf die Teilnahme der Siegburger Gesamtschule am NRW-Schulversuch. Die von Farwick vorgelegte Machbarkeitsstudie für den Theaterschatz sei ein Ideal, das aber auch abgespeckt werden könnte, sollte es keine Förderung über ISEK geben. Jürgen Peter (FDP) lobte, dass sich die Schule über den vorgesehenen Marktplatz nach außen öffnen könne. „Es ist sinnvoll, diese Synergieeffekte am Neuenhof endlich zu nutzen“, sagte Astrid Thiel (Grüne), monierte aber, dass man an dieser Stelle auch schon viel weiter sein könnte. „Es ist das richtige Zeichen, für das Schulzentrum und die Gesamtschule Geld in die Hand zu nehmen“, fand Michael Otter (Linke).