Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Neues Institut siedelt im Rhein-Sieg-Kreis an

Auch der Einsatz von Satelliten spielt eine wichtige Rolle in dem neuen Forschungsinstitut.

Auch der Einsatz von Satelliten spielt eine wichtige Rolle in dem neuen Forschungsinstitut.

Rhein-Sieg-Kreis. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Neugründung eines Instituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt beschlossen. Dieses wird im Rhein-Sieg-Kreis entstehen.

Im Rhein-Sieg-Kreis wird ein neues Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) angesiedelt. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat am Donnerstag die Neugründung eines „Instituts für terrestrische Infrastruktur“ beschlossen. Das teilten die beiden CDU-Bundestagsabgeordneten Elisabeth Winkelmeier-Becker und Norbert Röttgen mit. Der Bund beteiligt sich an der Finanzierung mit 14 Millionen Euro jährlich. Der genaue Standort wird vom DLR festgelegt.

Das neue Institut solle Forschung und Entwicklung zum Schutz kritischer Infrastrukturen – wie etwa Verkehrs- oder Energieinfrastrukturen – vor Terror oder Naturkatastrophen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz, Satelliten- und Drohnentechnik vorantreiben, so die beiden Politiker. „Damit stärken wir im Rhein-Sieg-Kreis besonders zukunftsträchtige Schlüsseltechnologien mit dem Ziel, hier auch herausragende Innovationscluster mit Start-ups und neuen mittelständischen Betrieben entstehen zu lassen.“

DLR-Sprecher Andreas Schütz bestätigte dem General-Anzeiger am Donnerstagabend Pläne zur Gründung des neuen Instituts. Zum Ausschussbeschluss wie auch zum möglichen Standort konnte er jedoch noch nichts sagen. Die konkreten Planungen würden sich wohl im kommenden Jahr manifestieren. Bei den Vorplanungen sei bei der Standortfrage zunächst vom Köln-Bonner Raum und von Bonn/Rhein-Sieg die Rede gewesen. Wie lange es dauern könne, den Beschluss umzusetzen, darauf wollte der Sprecher sich nicht festlegen. „Das kann drei Monate oder anderthalb Jahre dauern“, so Schütz. Erfahrungen hat die DLR bereits bei der Gründung eines Parallelinstituts zum Schutz maritimer Infrastruktur gesammelt, das am 29. Oktober in Bremerhaven als europaweit erstes seiner Art eröffnet wurde.