Immer mehr Millionen

Kosten für Siegburger Kreishaus steigen erneut

Baustelle Kreishaus: Wann die Sanierung abgeschlossen sein wird, steht noch nicht fest. Klar ist nur: Sie wird immer teurer.

Baustelle Kreishaus: Wann die Sanierung abgeschlossen sein wird, steht noch nicht fest. Klar ist nur: Sie wird immer teurer.

Rhein-Sieg-Kreis. Die Brandschutzsanierung im Siegburger Kreishaus übersteigt die 40-Millionen-Euro-Marke. Sie ist das größte Hochbauprojekt seit dem Bau des Kreishauses in den Jahren 1975 bis 1981. Die Fertigstellung verzögert sich weiter.

Mehrmals musste die Kreisverwaltung ihre Kostenprognose zur Brandschutzsanierung des Kreishauses in der Vergangenheit bereits nach oben korrigieren. Jetzt ist klar: Die Baumaßnahme wird noch teurer als gedacht. Die Verwaltung rechnet inzwischen damit, dass die Kosten die Marke von 40 Millionen Euro übersteigen werden. Das teilte der Rhein-Sieg-Kreis auf GA-Anfrage mit. Zuletzt waren Kosten von rund 37 Millionen Euro eingeplant.

Ein Grund für die Kostensteigerung seien notwendige Arbeiten, die erst im Rahmen der übrigen Sanierung erkannt wurden. Dazu zählt etwa die Erweiterung und der Umbau des Großraums für die IT-Systemadministratoren. Allein für diese Arbeiten fielen Kosten von rund 2,5 Millionen Euro an. Damit dürfte das Ende der Fahnenstange jedoch nicht erreicht sein.

Bauverzögerungen und steigende Lohnkosten, etwa für Arbeiten am Wochenende, könnten die Kosten noch weiter ansteigen lassen. Denn klar ist mittlerweile auch: Die Arbeiten werden nicht wie geplant bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Wann mit einer Fertigstellung zu rechnen ist, konnte der Kreis nicht sagen. Eine Terminprognose solle bis zum Jahresende erarbeitet werden, erklärte Anja Roth, Sprecherin des Rhein-Sieg-Kreises. Erst danach könne eine genauere Aussage über die Kosten getroffen werden.

Wie berichtet, ziehen die in neun Bauabschnitte eingeteilten Sanierungsarbeiten seit ihrem Beginn 2014 von oben nach unten von Etage zu Etage – mit Ausnahme des Foyers, das parallel mitsaniert wird. Derzeit prüft die Verwaltung, anstehende lärmintensive Arbeiten in die Nachmittags- und Abendstunden zu legen. Nötig werden könnte das vor allem dann, wenn ab dem Frühjahr 2019 die Sanierung im siebten Abschnitt beginnen soll. Dann erreichen die Arbeiten das erste Obergeschoss – damit verbunden sind laut Roth unvermeidbare Lärmbelästigungen für die darunterliegende Zulassungsstelle des Straßenverkehrsamtes. Die Brandschutzsanierung ist das größte Hochbauprojekt des Kreises seit dem Bau des Kreishauses in den Jahren 1975 bis 1981. Damalige Kosten für den Neubau: 94 Millionen Mark, heute rund 48 Millionen Euro.