Geschichten aus Siegburg

Journalist Paul Kieras bekommt eigene Talkshow

Moderator Paul Kieras mit Praline.
FOTO: SILKE ASSMANN-LANGSHAUSEN

Moderator Paul Kieras mit Praline. FOTO: SILKE ASSMANN-LANGSHAUSEN

Siegburg. GA-Mitarbeiter Paul Kieras bekommt eine Talkshow in der Studiobühne Siegburg. Am Samstag ist ausverkaufte Premiere.

„Pralinen mit Paul“ heißt eine neue Reihe in der Studiobühne Siegburg, die am Samstag Premiere hat. Der Siegburger Journalist Paul Kieras, Mitarbeiter des General-Anzeigers, begegnet beim Live-Talk drei Gästen, die er noch nicht kennt. Es sind keine Prominenten, sondern Menschen von nebenan. Die Zuschauer des Abends sollen die Gäste in verrückten Situationen kennenlernen. Sie hacken zum Beispiel gemeinsam mit dem Moderator Brennholz oder melken eine Kuh, alles auf der Bühne.

Ist es wirklich eine Überraschung, wer zum Gespräch kommt?

Kieras: Ja, ich habe Null Ahnung.

Wer wählt die Leute aus?

Kieras: René Böttcher, der Leiter der Studiobühne. Es sind „normale“ Menschen aus dem Kreis, die nicht im Rampenlicht stehen oder berühmt sind, aber irgendetwas Besonderes, nicht unbedingt Großes, erlebt oder gemacht haben.

Warum gibt es zum Talk Pralinen und Bier?

Kieras: Die Pralinen sind nach dem Zitat aus „Forrest Gump“ gewählt. Im Film heißt es sinngemäß: Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie, was einen erwartet. Ich weiß ja auch nicht, was auf mich zukommt. Das Bier, Michel aus dem Siegburger Brauhaus, passt zum Ort. Die Kombination ist etwas gewöhnungsbedürftig. Pralinen und Rotwein geht da schon eher. . .

In jedem Menschen schlummern Geschichten, so die Idee. Wie kitzelt man die hervor?

Kieras: Es geht darum zu zeigen, dass jeder im Leben seine Geschichte hat. Da tun sich Sachen auf, da kämst du nie drauf. In der Probe hatte ich eine Frau als Gast, die als austherapiert galt und ins Hospiz gegangen ist. Nach einem Jahr hat sie es wieder verlassen, sie lebt – zum Glück – immer noch. Es war schon eine spannende und berührende Sache, mit ihr darüber zu sprechen.

Das Konzept klingt ein bisschen nach „Zimmer frei“ mit Götz Alsmann und Christine Westermann. Da gab es auch Spielchen...

Kieras: Es ging darum, nicht steif auf dem Sofa 'rumzusitzen. Bei Markus Lanz und Maybrit Illner gibt es immer die gleichen Fragen, immer die gleichen Köpfe. Da geht es nicht ans Eingemachte. Das möchten wir anders machen.

Wie oft soll die Show stattfinden?

Kieras: Wir werden zunächst drei Mal schauen, wie die Resonanz ist.

Du hattest mal eine Kneipe in Siegburg. Helfen diese Erfahrungen beim Talk?

Kieras: Mich kannst du auch in der Wüste rauslassen, ich finde immer irgendwen. Ich habe keine Probleme, auf Leute zuzugehen und mit ihnen zu sprechen.

Die Premiere ist ausverkauft. Tickets für die zweite Show am Samstag, 16. März, um 20 Uhr in der Studiobühne Siegburg, Humperdinckstraße 17, gibt es unter www.theaterseite.de.