Außergewöhnliche Fällaktion auf dem Michaelsberg

Hubschrauber kreisen über dem Michaelsberg

Sieg ar Siegburg Wege auf und um die Abtei Michaelsberg

Sieg ar Siegburg Wege auf und um die Abtei Michaelsberg

Siegburg. Eine Spezialfirma fällt am kommenden Dienstag im Auftrag der Stadt Siegburg Bäume am Michaelsberg. Ein Helikopter fliegt die Stämme aus dem Hang.

Zahlreiche Bäume sind bereits im vergangenen Jahr am Michaelsberg gefällt worden. Seither ist der Blick vom Osten her frei auf die Abtei. Nun stehen nächste Fällungen oberhalb des Mühlentorparkplatzes an. Dafür greift die Stadt am Dienstag, 17. Oktober, auf ungewöhnliche Mittel zurück: Ein Hubschrauber ist im Einsatz, um etwa fünf Dutzend Bäume aus dem Hang unterhalb des Johannistürmchens zu holen. Um 8 Uhr beginnen die Vorbereitungen, ab 9 Uhr steigt der Hubschrauber dann auf und kreist bis zum Nachmittag rund um das Siegburger Wahrzeichen.

Die Durchforstung des Hangs unterhalb des Johannistürmchens ist Teil des 2013 gemeinsam mit Bürgern verabschiedeten Entwicklungskonzepts Michaelsberg. Mehrere Gründe haben das Grünflächenamt der Stadt dazu bewogen, auf einen Helikopter zu setzen. Bei einer herkömmlichen Fällung der Pioniergehölze, überwiegend Akazien und Ahornbäume, fürchten die Experten einen Geröllabgang.

Zudem könnten die zu Boden fallenden Bäume die Stabilität einer nahen Stützmauer gefährden. Und es gilt, das unter dem Johannistürmchen wachsende „Efeu Sommerwurz“, das auf der Roten Liste steht, zu schützen. Der Hubschrauber holt die Baumstämme aus dem Hang und legt sie auf dem Mühlentorparkplatz ab. Von dort werden sie abtransportiert. Aus diesem Grund sind der Mühlentorparkplatz und der Fußweg unterhalb des Hanges am Dienstag gesperrt. Zum Auftanken fliegt der Helikopter den Landeplatz an der Feuerwache am Neuenhof an.