Buchvorstellung in Siegburg

Frank Berzbach stellte "Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen" vor

"Normalerweise ist das Leben auf der einen Seite und die Arbeit auf der anderen Seite - bei Kreativen vermischt sich das", sagt Buchautor Frank Berzbach.

SIEGBURG. Rege diskutierten die Besucher mit dem Autor Frank Berzbach über psychische Entlastungsmöglichkeiten während der Arbeitszeit. Der Autor führte das Rauchen und den Alkoholkonsum an, die früher die Arbeit auf selbstverständliche Art und Weise entlasteten.

Die Raucherpause nehme die Spannung, der Alkohol löse die Angst. Letztendlich gebe es ein körperlich gesünderes Mittel, das entspannend wirkt: die Teepause.

Berzbach hat jetzt das Sachbuch "Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen" mit dem Untertitel "Anregung zur Achtsamkeit" in der Buchhandlung R² präsentiert.

Es war keine klassische Lesung, die sei bei einem Sachbuch auch unsinnig, so der Autor. Er gab anfänglich eine kurze Einführung: "Normalerweise ist das Leben auf der einen Seite und die Arbeit auf der anderen Seite - bei Kreativen vermischt sich das." Seinen Vortrag gliederte er in drei Kapitel: Erst sprach er über die äußeren Rahmenbedingungen von Kreativität, dann folgten die inneren Rahmenbedingungen, und zu guter Letzt thematisierte Berzbach mögliche praktische Vorschläge.

Bündig fasste er die inneren Rahmenbedingungen zusammen, die in seinem Buch ausführlich behandelt werden. Für Kreativität seien die ungestörte Ruhe, die minimale finanzielle Sicherheit und ein Zimmer für sich allein notwendig. Nur so sei die volle Konzentration möglich. Bei den äußeren Rahmenbedingungen betonte der im Jahr 1971 geborene Autor: "Die kreative Arbeit braucht Ruhe und Einsamkeit." Zudem plädierte Berzbach für mehr Einsamkeitsfähigkeit in der modernen Welt.

Als praktischen Tipp für den Arbeitsalltag schlug er vor, regelmäßig Teepausen einzulegen. Damit gönne man dem Geist eine Pause, indem man sich nur auf die Teezubereitung und den anschließenden Genuss fokussiere. Die simple Antwort auf die Frage nach einer Arbeitskunst sei daher: "Geh Tee trinken!"