Neustart nach Großbrand

Eine Familie sucht nach Brand in Siegburg eine neue Unterkunft

Sortiert ist das Sammellager mit den Spenden für die Geschädigten des Brandes.

Sortiert ist das Sammellager mit den Spenden für die Geschädigten des Brandes.

Siegburg. Nur noch eine Familie ist nach dem verheerenden Großbrand in Siegburg auf der Suche nach einer längerfristigen Bleibe. Insgesamt hatten 20 Personen fast ihr gesamtes Eigentum verloren.

Nach dem Großbrand in Siegburg-Brückberg, bei dem 20 Personen fast ihr gesamtes Eigentum verloren haben, ist nur noch eine Familie auf der Suche nach einer längerfristigen Bleibe. Alle übrigen Brandopfer haben bereits eine neue Unterkunft gefunden. Das teilte die Stadt Siegburg mit. Die Familie besichtige derzeit Wohnungen. Insgesamt gingen 67 Wohn-Offerten bei der Stadt ein. Gewissheit haben die Betroffen mittlerweile auch, wie es mit ihren zerstörten Häusern weitergeht. Nach ersten Erkenntnissen der Stadt Siegburg können mit einer Ausnahme alle Häuser stehen bleiben, wobei die Arbeiten an Dachstühlen und Obergeschossen erheblich ausfallen werden.

Am Donnerstag konnten sich die Familien in der Sammelstelle im Haufeld einen Überblick über die eingegangenen Sachspenden machen und eine Auswahl für den Neustart treffen. Die freiwilligen Helfer bereiteten dazu in den vergangenen Tagen alles vor und sortierten Gaben wie Möbel, Kaffeemaschinen, Bratpfannen oder Geschirr. Das Netzwerk „Lohmar hilft“ hält zudem in seiner Troisdorfer Halle eingegangene Kleiderspenden bereit. Um die Flut der Spenden bewältigen zu können, haben sie ihre Lagerkapazitäten mit einem Zelt erweitert. Laut Stadtsprecher Jan Gerull sind bisher 627.000 Euro auf dem von der Stadt eingerichteten Spendenkonto eingegangen. Am Sonntag soll ein Benefizturnier in der Troisdorfer Soccerhalle helfen, den Betrag weiter wachsen zu lassen.

Unterdessen hat Bürgermeister Franz Huhn am Donnerstag seinen Feuerwehrleuten und Mitarbeitern im Rathaus seinen Dank für ihren Einsatz beim Großbrand ausgesprochen und sie geehrt. „Dafür erhalten alle einen Tag Sonderurlaub“, so Huhn.