Tourismus

Das sind die schönsten Ecken im Rhein-Sieg-Kreis

Rhein-Sieg-Kreis. Siegtal, Siebengebirge oder die Burgen, Herrenhäuser und Schlösser im Linksrheinischen - diese Orte in der Region werden als Reiseziele vermarktet.

Egal ob Natursteig Sieg oder Agger-Sülz-Radweg, Konrad Adenauer oder die Römer, Fachwerkhäuschen oder Wasserburgen: Der Rhein-Sieg-Kreis ist voller touristischer Ziele. Gleich vier Tourismus-Organisationen vermarkten die Attraktionen der Region. Die sind nicht nur für Gäste aus der Ferne interessant. Die kommenden Brückentage und langen Wochenenden eignen sich auch für einen Ausflug vor der Haustür.

Naturregion Sieg

Carmen Döhnert arbeitet in der Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises und ist zuständig für die Vermarktung der Naturregion Sieg. Dabei geht es besonders um den Fernwanderweg „Natursteig Sieg“, den Rundweg „Erlebniswege Sieg“ und den „Radweg Sieg“. „Unser Marketing-Fokus liegt momentan aber besonders auf unseren Wegen für 'junge Entdecker', das sind sechs Erlebniswege, die besondere Angebote für Familien mit Kindern oder auch Schulklassen bieten“, berichtet Döhnert. Es gibt eine Fotosafari auf dem Wildwiesenweg, einen Kinder-Erlebnis-Pfad auf dem Keltersberg, Mellis Bienenlehrpfad, einen Waldlehrpfad, einen Künstlerweg und den Kindererlebnisweg Blankenberg zur Auswahl.

Auf der Internetseite der Naturregion Sieg können die Gäste außerdem Unterkünfte buchen und ein Gratis-Ticket für die Nutzung von Bussen und Bahnen bekommen. „Die Gäste können damit die perfekte Bahnanbindung im Siegtal für die Dauer ihres Aufenthalts kostenfrei nutzen“, erklärt die Tourismusreferentin. Ihr Tipp für Einheimische, die etwas Neues entdecken möchten, ist der Mäanderweg in Windeck-Schladern, der auf acht Kilometern viel biete: Siegwasserfall, Museumsdorf Alt-Windeck, Burgruine Windeck mit tollem Ausblick, Besucherzentrum Naturregion Sieg und Einkehr im Elmores Biergarten. Mehr auf naturregion-sieg.de.

Tourismus Siebengebirge

Die Tourismus Siebengebirge GmbH betreut den touristischen Raum von Königswinter über Bad Honnef bis zur Verbandsgemeinde Unkel. Sie sorgt nicht nur für umfangreiche Informationen für Siebengebirgs-Besucher und auf Messen, sondern arbeitet auch an der Verbesserung der Infrastruktur mit, zum Beispiel am Wegeplan im Naturschutzgebiet Siebengebirge mit Wegsteinen und Wandertafeln. „Aktuelles Projekt waren die Kapellenwanderung mit drei Kapellenschleifen rund um Königswinter-Oberpleis“, berichtet Geschäftsführer Oliver Bremm. Die neuen Wege sind fertig markiert und ausgeschildert. Außerdem laufen die Vorbereitungen zum Themenjahr „Beethoven 2020“.

„Wir planen einen eigenständigen Internetauftritt, ein Facebookprofil und haben als Botschafter einen von der Künstlerin Ute Sybille Belser geformten Beethoven machen lassen. Er ist schon im Siebengebirge unterwegs und interviewt Persönlichkeiten aus der Region“, sagt Bremm. Die Interviews werden später im Netz zu sehen sein. „Gerade holen wir die Genehmigungen ein, um einen Themenwanderweg zu Beethoven im Siebengebirge einzurichten. Er soll im Herbst markiert sein und Besucher auf den Spuren Beethovens durch das Siebengebirge leiten“, so der Geschäftsführer.

Und was empfiehlt Oliver Bremm für einen Ausflug „vor der Haustür“? „Vielleicht zum Start einen Brunch in einem der Hotels am Rhein und dann eine Wanderung durch das Naturschutzgebiet Siebengebirge mit Einkehr in einer der Waldgaststätten. Es gibt auch Brunch auf dem Oelberg mit toller Aussicht.“ Der Klassiker geht natürlich auch: Drachenfelsbahn mit Besuch von Nibelungenhalle und Schloss Drachenburg: Abschluss auf dem Drachenfelsplateau mit unvergleichlicher Aussicht. Auch Wanderungen in der Klosterlandschaft Heisterbach und auf einer Kapellenschleife, um das Siebengebirge mal „von der anderen Seite“ kennenzulernen, kann Bremm empfehlen. Mehr auf siebengebirge.de.

Rhein-Voreifel-Touristik

Die Rhein-Voreifel-Touristik hat gerade die Rheinische Apfelroute feierlich eröffnet. Der Verein wurde 2004 auf Initiative der Bürgermeister der Mitgliedskommunen Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg gegründet. „Unser Ziel ist, Gäste sowie Einheimische genauso für die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten der Region zu begeistern, wie wir es bereits sind“, so die Rhein-Voreifel Touristik, die ihren Sitz im historischen Köllenhof in Wachtberg-Ließem hat.

Eine Besonderheit gibt es in diesem Teil des Rhein-Sieg-Kreises: „Keine andere europäische Landschaft kann auf vergleichbar engem Raum so viele Burgen, Herrenhäuser und Schlösser aufweisen wie die Region südwestlich von Köln.“ Auch die sechs linksrheinischen Kommunen haben zahlreiche Prachtbauten und Herrschersitze vorzuweisen. Viele sind allerdings heute in Privatbesitz.

Ein Tipp: Neun Burgen und Schlösser der Region bieten im Sommer wieder Führungen für Einzelpersonen an, eine Anmeldung bei der Rhein-Voreifel-Touristik ist erforderlich. Es gibt zum Beispiel Termine in der Burg Odenhausen in Wachtberg, in der Burg Lüftelberg in Meckenheim, im Schloss Miel in Swisttal und im August in der Burg Adendorf in Wachtberg. Wer nicht so lange warten möchte: Georg Freiherr von Loë und Gabriela Freifrau von Loë öffnen ihre Türen vom 30. Mai bis 2. Juni zur „Landpartie Burg Adendorf“ mit 180 Ausstellern. Mehr auf rhein-voreifel-touristik.de und burgadendorf.de

Bergisch hoch vier

Die vier Kommunen Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid und Ruppichteroth haben sich zum Jahresbeginn dem Tourismusziel Das Bergische angeschlossen. Gemeinsam mit 21 Städten und Gemeinden des Rheinisch-Bergischen und des Oberbergischen Kreises vermarkten sie Sehenswürdigkeiten, Wanderrouten, Gastronomie und Übernachtungen. Parallel dazu gibt es weiterhin den Tourismusverein Bergisch hoch vier. Mehr unter dasbergische.de und bergisch-hoch-vier.org.