14.000 Einwendungen gegen Fluglärm

Behörde befasst sich mit Kritik am Ausbau des Flughafens Köln/Bonn

Eine Maschine im Anflug auf Köln/Bonn: Der nächtliche Fluglärm belastet Teile der Region.

Eine Maschine im Anflug auf Köln/Bonn: Der nächtliche Fluglärm belastet Teile der Region.

Rhein-Sieg-Kreis. 14.000 Einwendungen gegen den weiteren Ausbau des Flughafens sind allein bei der Lärmschutzgemeinschaft (LSG) Flughafen Köln/Bonn eingegangen. In der nächsten Woche wird sich die Bezirksregierung in Düsseldorf damit befassen.

Die Bezirksregierung Düsseldorf wird sich in den kommenden Wochen mit den Einwendungen beschäftigten, die beim Planfeststellungsverfahren zum Flughafen-Ausbau eingegangen sind. Wie viele es sind, konnte die Behörde auf GA-Anfrage noch nicht sagen. Die Frist für Behörden laufe noch bis zum 15. Januar 2018.

Wie berichtet, konnten Bürger aus dem Umfeld des Flughafens Einwendungen zu den Plänen einreichen. Für sie war der Stichtag der 19. Dezember. Allein die Lärmschutzgemeinschaft (LSG) Flughafen Köln/Bonn hat 14.000 Einwendungen von Bürgern gesammelt und in Düsseldorf abgegeben. Die meisten kamen aus Siegburg, Hennef und Rösrath. Viele befürchten, dass der Flugverkehr und damit auch der Fluglärm zunimmt – auch nachts. Mit dem Planfeststellungsverfahren haben Bürger und Kommunen erstmals die Gelegenheit, bei der Entwicklung des stark gewachsenen Airports mitzureden.

„Alle Einwendungen und Stellungnahmen werden in den kommenden Wochen gesichtet und ausgewertet. Sachargumente werden identifiziert und zusammengefasst“, erklärte Beatrix van Vlodrop, Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf, auf Anfrage. „Als nächster Schritt folgt der Erörterungstermin.“

Die Bezirksregierung sei nur Anhörungsbehörde. Sie leite die Einwendungen und Anregungen anschließend mit einem Vorlagebericht an das NRW-Verkehrsministerium weiter. Dort werde letztlich entschieden, so die Sprecherin. Wann das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen sei, sei noch nicht absehbar.