Messe "Siegburg gesund"

Aufgeschlossen sein für das Thema Vorsorge

Reges Interesse: Die Besucher informieren sich an den zahlreichen Ständen.

Reges Interesse: Die Besucher informieren sich an den zahlreichen Ständen.

SIEGBURG. Die Region ist eine Gesundheitsregion. Rund 35 000 Arbeitnehmer sind in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis im Gesundheitswesen tätig. Entsprechend vielfältig sind Angebote und Dienstleistungen.

Einen komprimierten Einblick bot die Premiere der Messe "Siegburg gesund" in der Rhein-Sieg-Halle am Sonntag.

Veranstalter Christoph Steinhauer, der bereits sechs Gesundheitsmessen in Bonn organisiert hat, traf mit der ersten Messe dieser Art im Rhein-Sieg-Kreis offenbar einen Nerv. Schon kurz nach der Eröffnung war die Rhein-Sieg-Halle voller Besucher. Auch die Plätze für die 70 Aussteller waren zügig vergeben worden. Zwischen den Ständen von Gesundheitsdienstleistern, Krankenhäusern, Altenheimen, Sport- und Ernährungsberatern, Vereinen und Versicherungen wurde es eng.

"Die Information über Gesundheitsthemen scheint ein Bedürfnis zu sein. Eine letzte Gesundheitsmesse hat es hier vor drei Jahren gegeben", sagte Steinhauer und freute sich über das gemischte Publikum. "Menschen, die älter als 50 oder 60 sind, sind dem Thema Gesundheit und Vorsorge viel mehr aufgeschlossen. Mir ist es aber ein persönliches Anliegen, dass wir auch junge Menschen erreichen, um Prävention zu betreiben." Von der Hilfe für die gesunde Ernährung über Sportprogramme und Bewegungstrainings für einen gesunden Rücken bis zu Mitmachaktionen und 40 Vorträgen reichte das Angebot.

Wie das in der Praxis aussah, zeigte etwa der Stand des Seniorenheimbetreibers Curanum. Anke Stanetscheck half Besuchern in den Rollator-Simulator. Dabei simulierten spezielle Bandagen, eine schwere Weste, Ohrenschützer und eine Spezialbrille die Einschränkungen in Bewegung und Wahrnehmung eines Seniors. "Es fühlt sich unangenehm an, bedrückend", sagte ein 40-jähriger Mann, dessen Alter der Simulator gefühlt verdoppelte. Dass das Leben trotz Einschränkungen Freude bereitet und sehr aktiv sein kann, zeigten die zahlreichen Selbsthilfegruppen. Diese ehrenamtliche Arbeit lag dem Veranstalter sehr am Herzen, so dass er hier auf Standgebühren verzichtete.