Buch von Placidus Mittler

Altabt liefert Kompass für suchende Christen

Altabt Placidus Mittler (4. von links) stellt gemeinsam mit (von links) Monsignore Axel Werner, Bürgermeister Franz Huhn und anderen sein Buch vor.

SIEGBURG. "Heiliger Geist. Für manche Christen ein unbekannter Gott?" Mit seinem soeben im Rhenania-Verlag von Klaus Walterscheid erschienenen Buch unter diesem Titel will Altabt Placidus Mittler den christlich orientierten Menschen eine Hilfestellung beim Verständnis des Heiligen Geistes geben.

Bei der Vorstellung des 134-seitigen Werkes in der Buchhandlung R² der Brüder Paul und Andreas Remmel ging er auf die Schwierigkeiten ein, die gerade die Menschen in der heutigen Welt mit der Fassbarkeit des Heiligen Geistes haben. Während Gott Vater und Gott Sohn irgendwie greifbar seien, wüssten viele mit dem dritten Namen der Trinität wenig anzufangen. Dabei spricht die Heilige Schrift sehr oft von ihm, besonders das Lukas Evangelium und die Apostelgeschichte beschäftigen sich ausführlich mit ihm, wie der Autor berichtete.

Gleichzeitig bemängelte er, dass die Erinnerung an den Heiligen Geist auf das Pfingstfest beschränkt bliebe und selbst das Wissen um dessen Bedeutung immer mehr verloren gehe.

Er räumte aber ein, "dass alle Bilder und Vorstellungen von Gott für uns Menschen ihre Grenzen haben". Letztendlich bliebe nur der Glaube, um Gott in seiner Vollkommenheit zu erkennen. Er ist aber überzeugt, dass wir "zum Überleben in unserer höchst komplexen Gesellschaft die schrankenlose und begeisternde Überantwortung an den Heiligen Geist brauchen". Er stehe für Umbruch und Erneuerung, Hoffnung und Freude. Gerade die vermisst der ehemalige Vorsteher der Benediktinerabtei bei der seelsorgerischen Tätigkeit.

In das Buch sind 30 Jahre Erfahrung als Abt, aktuelle Entwicklungen sowie das Ergebnis von Predigten und Vorträgen eingeflossen. Zustimmung erhielt der 84-Jährige vom Leitenden Pfarrer der Pfarrgemeinde Sankt Servatius, Monsignore Axel Werner, der den Mut lobte, in einer Zeit, wo die Menschen in Nordeuropa - im Gegensatz beispielsweise zu afrikanischen Menschen - immer mehr ihre Spiritualität verlören, den Blick auf einen nicht sichtbaren Gott zu lenken.

Und Bürgermeister Franz Huhn versteht den Heiligen Geist als "Kitt", der alles zusammenhält. Er sei "Hoffnung und Wegzehrung, die uns bei der Bewältigung des Alltags hilft".