St. Servatius in Siegburg

Alles frisch und freundlich im Pfarrhaus von 1744

Das alte Pfarrhaus an der Siegburger Mühlenstraße erstrahlt innen wie außen in frischen Farben und neuem Glanz.

Das alte Pfarrhaus an der Siegburger Mühlenstraße erstrahlt innen wie außen in frischen Farben und neuem Glanz.

SIEGBURG. Von Februar 2014 bis vergangene Woche war das Pastoralbüro von Sankt Servatius vorübergehend an der Bambergstraße neben der Kirche Sankt Anno untergebracht. Jetzt sind die Mitarbeiter wieder in das alte Pfarrhaus an der Mühlenstraße zurückgekehrt.

Der zeitlich begrenzte Umzug in die Nordstadt war notwendig geworden, weil das "Stammhaus" mehr als in die Jahre gekommen war. "Hier ist seit der Nachkriegszeit nichts mehr gemacht worden, durch die Fenster pfiff der Wind, Wände bestanden zum Teil noch aus Lehm", berichtete der Verwaltungsleiter der Großgemeinde Sankt Servatius, Stefan Groß, beim Wiedereinzug. Eine Grundsanierung war unumgänglich. Die Gemeinde investierte in den Brandschutz ebenso wie in die energetische Sanierung. Im Grunde fand eine Rundumerneuerung statt. Die Abteilung "Stadtplanung und Denkmalschutz" des Planungs- und Bauaufsichtsamtes begleitete den gesamten Umbau, denn das Pfarrhaus aus dem Jahr 1744 steht unter Denkmalschutz. Nicht nur die Räume im Erdgeschoss sind jetzt hell und freundlich hergerichtet, sondern auch die im ersten Obergeschoss, wo zusätzliche Büro- und Besprechungsräume entstanden sind. Zuletzt diente die obere Etage als Wohnung für Pfarrer Bernhard Domagalski.

Die Erweiterung war nötig, da mit Schaffung der Großgemeinde Sankt Servatius 2009 die Pfarrämter in den bis dahin eigenständigen Gemeinden im Stadtgebiet geschlossen und zusammengelegt wurden. Das Erzbistum hat den Umbau finanziert, die Gemeinde beteiligte sich mit einem eigenen Anteil. In welcher Höhe sich die Kosten belaufen, kann Stefan Groß derzeit nicht beziffern. Einen Nachmieter für die Räume an der Bambergstraße gibt es auch schon. Da auf dem Gelände des Kinderheims Pauline von Mallinckrodt ein Wohnprojekt für Menschen mit und ohne Behinderung entsteht, werden die Ordensschwestern, die dort in einem alten Gebäudeteil leben, der für den Neubau voraussichtlich im Herbst abgerissen wird, ins Haupthaus umziehen. Die dort zurzeit wohnenden Jugendlichen werden für einige Zeit an der Bambergstraße ein Zuhause finden, erklärte Groß.

Das Pfarrbüro an der Mühlenstraße hat offiziell den Betrieb wieder aufgenommen, auch wenn noch kleine Arbeiten zu erledigen sind und umzugsbedingt noch nicht alles da ist, wo es hin soll.