Versuchtes Tötungsdelikt in Siegburg

19-Jährige schwebt weiter in akuter Lebensgefahr

Siegburg. Eine Frau aus Siegburg schwebt nach einem versuchten Tötungsdelikt weiterhin in akuter Lebensgefahr. Ihr 27-jähriger Lebensgefährte hat im Rahmen seiner Vernehmung eingeräumt, sie am Mittwoch angegriffen zu haben.

Der 27-Jährige, der am Mittwochabend in Siegburg seine 19-jährige, ehemalige Freundin lebensgefährlich verletzt haben soll, hat im Rahmen seiner Vernehmung die Tat eingeräumt. Ein Richter erließ nach Angaben der Polizei noch am Donnerstag einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Der Festgenommene wurde an diesem Freitag einem Richter vorgeführt, der den Haftbefehl verkündete.

Die 19-jährige Frau hatte sich vor etwa zwei Monaten von dem 27-Jährigen getrennt. Mit zwei Kleinkindern, die aus der Beziehung stammen, war sie in eine Wohnung nach Siegburg gezogen. Dort kam es zur Tat. Sie schwebt nach Auskunft der behandelnden Ärzte weiterhin in Lebensgefahr. Die Kinder befinden sich in der Obhut des Jugendamtes.

Laut Polizei soll sich die Tat am Mittwoch gegen 17.20 Uhr vor der Wohnung der 19-Jährigen ereignet haben. In dem Hausflur eines Mehrfamilienhauses an der Frankfurter Straße soll der 27-Jährige die junge Frau angegriffen und so schwer verletzt haben, dass sie nach notärztlicher Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Nach GA-Informationen soll der 27-Jährige mit einem Messer zugestochen haben.

(Dieses Video gehört zu einer Kooperation von GA und WDR.)

Nach Angaben der Polizei war der 27-jährige Tatverdächtige nicht mehr da, als die Polizei eintraf. Aufgrund der Gesamtumstände übernahm die Mordkommission der Bonner Polizei die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes. Bei der Überprüfung von möglichen Anlaufadressen war der Tatverdächtige am Donnerstagabend in Köln-Dellbrück von Ermittlern festgenommen worden. Er leistete keinen Widerstand.