Einmal Feuerwehrmann spielen

Zwei Tage Feuerwehrfest in Niederpleis

Niederpleis. Die Freiwillige Feuerwehr Niederpleis feiert zwei Tage lang ein Fest für Jung und Alt. In einer Einsatzübung zeigte die Jugendfeuerwehr ihr Können. Dazu wurde ein kleines Papphäuschen aufgestellt, angezündet und professionell gelöscht.

Die Feuerwehr war am Wochenende im Dauereinsatz: Mit lautem Tatütata und blitzendem Blaulicht fuhren zwei riesige Einsatzwagen am Sonntagnachmittag durch Niederpleis. Dabei gab es aber zum Glück gar nichts zu Löschen, sondern die Feuerwehr öffnete ihre Pforten am Samstag zur "Pleeser Strandparty" und noch einmal am Sonntag zum Tag der offenen Tür.

In den Einsatzwagen saßen bis zu acht Kinder und genossen eine aufregende Rundfahrt mit einem richtigen Feuerwehrauto. "Wir stehen bereits zum dritten Mal in der Schlange an, weil die Kinder da so heiß drauf sind", schwärmte Svenja Skowasch, Mutter des fünfjährigen Noah. "Auch die Fettexplosion finden die Kinder super interessant."

Zwei Mal zeigte Feuerwehrmann Max Bumberger, welche Folgen es hat, eine brennende Ölbratpfanne mit Wasser zu löschen. Eine große Besuchertraube bestaunte die hellaufleuchtende Fettexplosion, die mit einer Stichflamme aus der Pfanne schoss. "Das Fett erreicht eine Temperatur von bis zu 300 Grad, aber das Wasser siedet bereits bei 100 Grad. Der rasch entstehende Wasserdampf reißt die Fettpartikel mit, sodass ein Feuerball entsteht", erklärte Sascha Ziegenhals, Einheitsführer der Löschgruppe Niederpleis.

In einer Einsatzübung zeigte die Jugendfeuerwehr am Nachmittag ihr Können. Dazu wurde gegenüber des Feuerwehrgeländes ein kleines Papphäuschen aufgestellt und angezündet. Rasch kam die Jugendfeuerwehr zum Löschen angerückt und brachte damit die Besucher zum Staunen. Im Anschluss überreichten die Frauen des Damenkarnevalsverein "Herzblättchen" ihre gesammelte Spende an die Jugendfeuerwehr, und die Einheit bedankte sich für die großzügige Unterstützung. Das Feuerwehrgelände hatte sich für den Tag der offenen Tür in ein Kinderspieleparadies verwandelt.

Eine große Hüpfburg mit Rutsche begeisterte junge Springer, eine Kletterwand forderte die Mutigen heraus, in der großen Feuerwehrgarage konnten sich die Kinder im Dosenwerfen profilieren, und auf einer Wiese war ein kleines Holzhäuschen mit aufgemalten brennenden Fenstern aufgebaut, die mit einem echten Feuerwehrschlauch gelöscht werden konnten. Während die Kinder beschäftigt waren, trafen sich die Gäste unter Pavillons zu selbst gemachten Reibekuchen, gegrillten Holzfällersteaks und einem kühlen Getränk zu einem lockeren Austausch.

Einheitsführer Ziegenhals war sehr zufrieden mit dem diesjährigen Feuerwehrfest: "Am Samstag feierten wir eine Strandparty mit Sand und Sonnenschirmen. Wir hatten so eine richtige Biertrinkerparty. Ich schätze, es kamen rund 500 Besucher zusammen, und wir feierten bis 2 Uhr nachts", sagte er. Um 17 Uhr endete am Sonntag das offizielle Programm mit einer zweiten Fettexplosion und die Besucher ließen das Fest mit einem Abendbierchen ausklingen.