Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Wirtschaftspsychologie in der Region besonders gefragt

Diplom-Ingenieur Christoph Mauel zeigt Schülern aus Dierdorf, wie man Steuerelemente eines Systems programmiert. Die Jugendlichen erhalten so Informationen aus erster Hand aus dem Fachbereich Informatik und Elektrotechnik.

Diplom-Ingenieur Christoph Mauel zeigt Schülern aus Dierdorf, wie man Steuerelemente eines Systems programmiert. Die Jugendlichen erhalten so Informationen aus erster Hand aus dem Fachbereich Informatik und Elektrotechnik.

Sankt Augustin. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat in Sankt Augustin über ihre Bachelorstudiengänge informiert. Besonders gefragt sind zurzeit Wirtschaftspsychologie und Forensik am Standort Rheinbach.

„Wir wollen Studieninteressierte über unsere Bachelorstudiengänge informieren“, erklärte Andre Klocke von der Allgemeinen Studienberatung am Studieninformationstag der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Die Hochschule hatte Abiturenten eingeladen, um sie über das Studienangebot zu informieren. Neben Informationsständen der einzelnen Fächer konnten Interessierte in der Maschinenhalle Projektarbeiten von Studenten bestaunen und an einer Kurzvorlesung in Wirtschaftspsychologie teilnehmen.

„Die beliebtesten Studiengänge sind im Moment Wirtschaftspsychologie und Forensik am Standort Rheinbach“, berichtete Klocke. Auch für Betriebswirtschaftslehre, Sozialpolitik, Maschinenbau und Wirtschaftsinformatik gebe es viele Bewerber. Das sei daran festzumachen, dass es für diese Fächer eine Numerus Clausus-Beschränkung (NC) gibt.

Für Wirtschaftspsychologie haben sich auch die Abiturienten Lea Brecht und Niklas Adam entschieden. Sie sind aus Karlsruhe angereist, um sich über die Möglichkeiten an der Hochschule zu informieren. „Leider haben wir jetzt erfahren, dass der NC doch höher ist, als wir dachten. Aber am Stand der Bundesagentur für Arbeit haben wir Tipps bekommen, wie es vielleicht doch klappen könnte“, so die 19-Jährige. Ihr Freund fügte hinzu, dass er einen positiven Eindruck vom Informationstag habe: „Ich war direkt überzeugt, wir haben eine gute Beratung bekommen.“

Margit Seiwert, Studien- und Berufsberaterin der Bundesagentur für Arbeit, erläuterte, dass Psychologie in ganz Deutschland sehr gefragt sei, weshalb es zum Teil einen NC von 1,2 gebe. „Deshalb ist es wichtig, dass wir den Schülern helfen. Psychologie kann man beispielsweise auch sehr gut in den Niederlanden studieren“, sagte Seiwert.

Mehr als 80 Partnerhochschulen weltweit

Das International Office der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gab Aufklärung über mögliche Auslandsaufenthalte während des Studiums. „Wir haben etwa 80 Partnerhochschulen weltweit, wodurch viele Doppelabschlüsse möglich sind“, erläuterte Susanne Farha vom International Office. Viele Studenten würden ein Praktikum im Ausland absolvieren. Fragen zu den Themen Wohnen und Finanzieren konnten die Besucher am Stand des Studierendenwerks Bonn stellen.

„Wichtig ist, dass die Studieninteressierten nicht einfach annehmen, dass sie kein BAföG bekommen, weil ihre Eltern zu viel Geld haben“, rät Alina Rudi-Syed vom Studierendenwerk. Da sich immer wieder Regelungen änderten, sei es wichtig, unbedingt prüfen zu lassen, ob die finanzielle Unterstützung möglich wäre.

Auch durch Stipendien können Studieninteressierte einen Zuschuss erhalten. Unter anderem die Hans-Böckler-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, das Evangelische Studierendenwerk, die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (sbb) und die überparteiliche und überkonfessionelle Stiftung der deutschen Wirtschaft stellten ihre Programme vor.