Flugplatz Hangelar

Werkstatt stellt Ergebnisse vor

SANKT AUGUSTIN. Informations- und Diskussionsabend am Montag, 8. Juli, in Hangelar. Lärmschutzbeirat tagt öffentlich am Donnerstag, 11. Juli

Die Stadt Sankt Augustin bereitet derzeit einen Bebauungsplan für den Flugplatz in Hangelar vor. Nachdem dafür der öffentlich tagende Rahmenplanungsbeirat ins Leben gerufen worden war, hat die Stadt als zusätzliches Instrument der Bürgerbeteiligung ein moderiertes Werkstattverfahren eingesetzt.

Zwei öffentliche Themenabende dazu haben bereits stattgefunden. Die Ergebnisse daraus wurden nun in der auf 25 Personen begrenzten Werkstatt beraten. Was dabei festgelegt worden ist, soll den Bürgern am Montag, 8. Juli, bei einer Anschlussveranstaltung mit Diskussion im Haus der Nachbarschaft in Hangelar vorgestellt werden. werden. Beginn ist um 18 Uhr.

Für den Flugplatz Hangelar gibt es derzeit keinen Bebauungsplan, weshalb die Stadt Sankt Augustin wenig Einfluss auf die mögliche Entwicklung des Flugplatzes hat. Das soll geändert werden, mit dem Ziel, in einem für die Bürger offenen und transparenten Prozess festzulegen, was für den bereits vorhandenen Bestand und ein etwa zwei Hektar großes und 40 Meter breites unbebautes Areal als Entwicklung möglich ist. Das betrifft allerdings nur die Nutzungen, nicht den Flugbetrieb.

Dennoch soll auch geregelt werden, wie vom Flugplatz ausgehende Lärmemissionen eingegrenzt werden können. Ein Ziel ist, keinen wesentlichen neuen Lärm durch Flugzeuge mehr zuzulassen. Aber auch der Gewerbelärm und das Straßenverkehrsaufkommen spielen bei den Überlegungen eine wichtige Rolle. Der Rahmenplanungsbeirat ist aber kein Lärmschutzgremium.

Von einem Rahmenplan erhofft sich die Fliegergemeinschaft Planungssicherheit für die am Flugplatz ansässigen Vereine. Viele Hallen sind laut Sprecher Dirk Wittkamp in schlechtem Zustand und müssten erneuert werden. Vor den Investitionen scheuen sich die Vereine aber. Das könne erst geschehen, wenn dauerhafte Miet- oder Eigentumsverhältnisse sichergestellt seien. Fluglärmgegner sehen den Rahmenplan kritisch, weil etwa die Ziele zu unklar seien. Es ändere sich sowieso nichts am Lärm. Andere sprechen sich gegen eine Weiterentwicklung aus und wollen maximal einen reinen Sportflugplatz tolerieren.

Viele Hangelarer indes leben gut mit dem Flugplatz und fürchten um dessen Wirtschaftlichkeit und Existenz. Allein eine Einschränkung der Betriebszeiten könnte Arbeitsplätze gefährden.

Mittlerweile tagt auch der Lärmschutzbeirat, ein empfehlendes Gremium der Bezirksregierung Düsseldorf, wo die Luftaufsicht angesiedelt ist, öffentlich. Das Gremium kommt am Donnerstag, 11. Juli, zusammen, Beginn im Sankt Augustiner Rathaus, Raum 122, ist um 17.30 Uhr.

Unter anderem steht auf der Tagesordnung der mit Spannung erwartete Bericht über den Einsatz des Lasermessgerätes und dessen weitere Verwendung. Wie berichtet, hat das 20 000 Euro teuere Gerät, mit dem gemessen werden soll, ob Piloten die Platzrunde einhalten oder nicht, nicht funktioniert und fehlerhafte Messergebnisse geliefert. Ebenso soll über eine Lärmreduzierung und bessere Sicherheit durch Startkontingente diskutiert werden. Weitere Themen sind der Stand der Lärmüberprüfung der Gyrocopter sowie der Einsatz vom lärmreduzierten Flugzeugen am Flugplatz.

Weitere Infos zum Rahmenplanungsbeirat und Flugplatz auf www.sankt-augustin.de sowie www.edkb.de