Flugplatz Hangelar

Vergleich mit Krieg erbost Fliegergemeinschaft

Landebahn am Flugplatz Hangelar.

Sankt Augustin. Die Fliegergemeinschaft am Flugplatz Hangelar fühlt sich von dem Grünen-Fraktionsvorsitzenden Martin Metz verunglimpft. Hintergrund ist eine unglückliche Formulierung des Sankt Augustiner Stadtverordneten, die er im Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss vor drei Wochen gebraucht hat.

Metz hatte in der Diskussion um Maßnahmen für die Lärmreduzierung in Hangelar sinngemäß gesagt, dass es einzelne Flieger gebe, deren Lautstärke an eine Fernsehdoku über die Bombardierung von Warschau erinnern könne.

Die Fliegergemeinschaft bezeichnet die Aussage als "unreflektiert, leichtfertig und unsäglich". Eine solche Gleichsetzung des Flugverkehrs in Hangelar mit Nazi-Terrorkrieg und Massenvernichtung sei eine unfassbare Entgleisung, schreiben Günther Forneck und Christian Ueberschaer an Klaus Schumacher.

Sie bitten den Bürgermeister, darauf hinzuwirken, dass sich Metz öffentlich entschuldigt und die Aussage zurücknimmt. "Bei Vergleichen mit der eigenen jüngsten Vergangenheit, zumal mit der NS-Historie, haben wir Deutschen allen Grund zur Behutsamkeit."

"Diese Darstellung empfinde ich als stark verfälschend und tendenziös", so Metz in einem Antwortschreiben an die Flieger. Er habe das nur auf einzelne Flugzeuge bezogen und sogar die Flugschulen gelobt, die bereits auf lärmreduzierte Flugzeuge umgestellt hätten.

"Ich werde meine genaue Formulierung beim Schriftführer des Ausschusses abfragen. Sollte die reine Wortwahl deutlichen Raum lassen für eine nicht beabsichtigte Interpretation, werde ich an geeigneter Stelle selbstverständlich eine Klarstellung unternehmen." Er wundere sich aber, dass sich die Flieger drei Wochen nicht bei ihm gemeldet hätten.