Grundlos in Sankt Augustin um Hilfe gerufen

Teenager müssen vermutlich Polizeieinsatz bezahlen

Ein Airbus-Polizeihubschrauber des Typs H145 am Flughafen Düsseldorf.

Symbolbild.

Sankt Augustin-Mülldorf. Am Sonntag hat ein Polizeihubschrauber Felder in Sankt Augustin abgesucht. Zeugen hatten panische Schreie gehört. Nach dem Einsatz wurde klar: Vermutlich riefen zwei Teenager grundlos um Hilfe. Nun wird geprüft, ob sie den Einsatz zahlen müssen.

Am späten Sonntagabend gegen 21.45 Uhr hat ein Anrufer die Polizei über Hilferufe aus dem Bereich des Feldweges zwischen Meindorfer Straße und Europaring in Sankt Augustin-Mülldorf informiert. Nach Angaben des Melders hatte eine weibliche Person mehrfach um Hilfe gerufen. Die Hilferufe sollten schrill und panisch gewesen sein. Mehrere Streifenwagen suchten den Bereich ohne Ergebnis ab. Auch die Befragung von Passanten brachte keinen Erfolg.

Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass möglicherweise eine Straftat begangen worden war oder sich eine Person in Gefahr befand, wurde ein Polizeihubschrauber angefordert, der die schwer zugänglichen Bereiche der Felder absuchte. Der Hubschrauber konnte ebenfalls nichts Verdächtiges feststellen.

Nach weiteren Befragungen von Zeugen stellte sich heraus, dass mutmaßlich zwei 16-jährige Mädchen aus Troisdorf und Sankt Augustin für die Hilferufe verantwortlich waren. Augenscheinlich hatten sie ohne Grund um Hilfe gerufen. Laut Bericht hatten Polizisten die Mädchen zu Beginn des Einsatzes um 22 Uhr angetroffen und befragt. Sie hatten angeben, nichts bemerkt zu haben.

Die Polizei prüft nun, ob den Mädchen der Einsatz des Polizeihubschraubers in Rechnung gestellt werden kann, da sie durch ihr Verhalten den Einsatz ausgelöst haben. Möglicherweise kommen Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro auf sie zu.