Beitragssteigerung

Stadt Sankt Augustin hält an Erhöhung der Kita-Gebühren fest

Bei den Kita-Gebühren in Sankt Augustin bleibt es bei der festgelegten Dynamisierung.

Bei den Kita-Gebühren in Sankt Augustin bleibt es bei der festgelegten Dynamisierung.

Sankt Augustin. Die geplante jährliche Erhöhung der Kita-Gebühren kann laut der Verwaltung in Sankt Augustin nicht ausgesetzt werden. Bei den OGS-Sätzen verzeichnet die Stadt im Schuljahr 2017/18 Mehreinnahmen von 90 Euro pro Platz.

Die Stadt Sankt Augustin hält für die kommenden Jahre an der jährlichen Erhöhung der Elternbeiträge für Kindertagesstätten fest. Das geht aus einer Evaluierung hervor, die die Stadt diese Woche im Jugendhilfeausschuss vorgelegt hat. Die Beiträge steigen erstmals ab dem Kitajahr 2018/19 automatisch um drei Prozent.

Wie berichtet, hat der Rat Ende 2016 neue Satzungen zur Erhebung von Elternbeiträgen für die Kindertagespflege und die Betreuung in den Offenen Ganztagsschulen (OGS) der Grundschulen verabschiedet – nach einem intensiven Diskussionsprozess. Damit schrieben Stadt, Politik und Träger höhere Beiträge, weitere Einkommensstufen, getrennte Satzungen für Kitas und OGS sowie eine Dynamisierung fest. Demnach soll jedes Jahr eine dreiprozentige Erhöhung der Beiträge erfolgen. Hintergrund war laut Stadt eine Unterdeckung bei den Kosten.

Nach einem Jahr sollte aber zunächst eine Überprüfung der Beitragsentwicklung erfolgen. Das Ziel: zu schauen, ob die Erhöhung nicht ab dem Kitajahr 2019/20 ausgesetzt werden kann. Laut Verwaltung kann bei den Kita-Gebühren von einer Dynamisierung jedoch nicht abgesehen werden. Andernfalls könne die benötigte Refinanzierungsquote von 19 Prozent nicht eingehalten werden. Das liege an den Kindpauschalen für das Kitajahr 2018/19, die um drei Prozent steigen würden. Für das Kitajahr 2017/18 hätten die Elternbeiträge die 19 Prozent genau erreicht. Allerdings könnte sich der Beitrag in den kommenden Jahren nochmals ändern. Denn: Für das Kindergartenjahr 2020/21 solle die Finanzierung der Kinderbetreuung durch das Land grundlegend überarbeitet werden, so die Stadt.

Anders sieht es bei den OGS-Gebühren aus. Dort ergaben sich bei der Evaluation für das Schuljahr 2017/18 bei 1283 belegten Plätzen Mehreinnahmen von rund 90 Euro pro Platz. Der Grund: Es habe mehr Beitragspflichtige in den hohen Einkommensstufen gegeben als prognostiziert. Wie mit den Mehreinnahmen weiter verfahren wird, darüber soll im Unterausschuss Tagesbetreuung für Kinder weiter beraten werden.

Die Politiker nahmen die Evaluation im Jugendhilfeausschuss positiv auf. Lediglich Robert Heimann vom Jugendamtselternbeirat sieht die Dynamisierung der Beiträge weiterhin kritisch. „Wir haben nicht immer Gehaltssteigerungen von drei Prozent wie in diesem Jahr“, sagte er.