Radfahren in Sankt Augustin

Siegstraße in Menden erhält Schutzstreifen für Radfahrer

Ab der Einmündung der Von-Ketteler-Straße (hinten Mitte) bis zur Straße Am Bauhof soll der Radschutzstreifen auf der Siegstraße in beide Richtungen vervollständigt werden. FOTO: THOMAS HEINEMANN

Ab der Einmündung der Von-Ketteler-Straße (hinten Mitte) bis zur Straße Am Bauhof soll der Radschutzstreifen auf der Siegstraße in beide Richtungen vervollständigt werden. FOTO: THOMAS HEINEMANN

Sankt Augustin. Der Sankt Augustiner Planungsausschuss votiert mehrheitlich für den Antrag der CDU. Das bedeutet: Autofahrer müssen sich auf ein Parkverbot einstellen. Wie es heißt, soll die Maßnahme zügig umgesetzt werden.

Das Radfahren auf der Siegstraße zwischen dem Schulzentrum Menden und der Straße Am Bauhof nahe des Discounters Lidl soll sicherer werden. Darauf hatte sich die Politik im Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss bereits im Juli 2017 im Zuge der Fortschreibung des Radverkehrskonzepts verständigt. Unfälle beim Ab- und Einbiegen, beim Kreuzen der Straße und mit anhaltenden oder parkenden Autos machen laut Konzept Veränderungen notwendig. Deshalb soll eine „Netzlücke“, wie die fehlende Fahrradinfrastruktur auf der Siegstraße im Amtsdeutsch genannt wird, nun geschlossen werden.

Zwischen der Von-Ketteler-Straße und der Straße Am Bauhof soll der fehlende Schutzstreifen nun markiert werden. Der Streifen darf, wenn keine Radfahrer gefährdet werden, bei Bedarf befahren werden, aber er darf nicht durch parkende Autos blockiert werden. Während sich der Ausschuss 2017 über die Notwendigkeit der Maßnahme einig war, sah dies bei der Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für die Umsetzung in der jüngsten Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschusses anders aus: Die CDU hatte beantragt, den 2017 beschlossenen Schutzstreifen nun zügig umzusetzen, da er relativ schnell, leicht und auch kostengünstig realisierbar sei, wie es das Mendener Ratsmitglied Wilfried Quadt erklärte: „Dann sollte man das jetzt auch zügig machen.“

Sankt Augustin: Viele Maßnahmen für Radfahrer getroffen

Tatsächlich hatte die Stadt seit 2017 bereits eine ganze Bandbreite an Hausaufgaben aus dem Radverkehrskonzept erledigt, darunter die Anlage des Schutzstreifens an der Meindorfer Straße Richtung Meindorf, den Bau neuer Radwege an der Alten Heerstraße, die Eröffnung der Mobilstation mit Fahrradparkhaus im Zentrum sowie die Entfernung oder bessere Markierung von Drängelgittern und Pollern an Geh- und Radwegen. Derzeit sei ein Gesamtkonzept für die Siegstraße in Planung. „Man könnte aber auch unabhängig davon die Markierung vornehmen“, teilte der städtische Verkehrsplaner Matthias Hennig mit. „Das ist machbar, wenn gewünscht.“

Zustimmung für den Wunsch gab es von der CDU und auch von Grünen-Fraktionschef Martin Metz, während Sascha Bäsch von der SPD davor warnte, mit Einzelmaßnahmen dem Gesamtkonzept und dessen Umsetzungsfahrplan Konkurrenz zu machen. Auch Jörg Kourkoulos, SPD-Ratsmitglied aus Menden, widersprach der Dringlichkeit der Maßnahme und betonte: „Die Radwege entlang der Siegstraße halte ich noch für gut befahrbar.“ Ein Schutzstreifen würde neue Probleme bereiten. „Es fahren auch kaum Schüler mit dem Fahrrad zur Schule. Die kommen mit dem Roller oder gehen tatsächlich zu Fuß.“

Ihre Zustimmung gaben die Sozialdemokraten daher nicht, wollten sich der Maßnahme aber auch nicht versperren. Bei Enthaltung der SPD wurde die zügige Umsetzung des neuen Schutzstreifens auf der Siegstraße daher mehrheitlich beschlossen.