Hartnäckige Ermittlungen

Sankt Augustiner Polizist klärt zwölf Jahre alte Straftat auf

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Ein Beamter der Wache Sankt Augustin blieb hartnäckig. (Symbolbild)

Sankt Augustin. Als Sankt Augustiner Polizisten vergangene Woche einen 31-Jährigen in Gewahrsam nahmen, stolperte ein hartnäckiger Polizeibeamter über ein hochwertige Carbon-Rennrad, das nicht ins Gesamtbild passte.

Vergangene Woche hatte ein 31-Jähriger aus Sankt Augustin eine Bekannte aus dem Ginsterweg durch seine Anwesenheit derartig belästigt, dass sie die Polizei zur Hilfe rief. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen, da er dem ausgesprochenen Platzverweis nicht nachkam.

Der 31-Jährige hatte ein hochwertiges Carbon-Rennrad dabei, welches dem teuren Eindruck nach nicht in das Gesamtbild passte. Er konnte außerdem nicht nachweisen, dass das Fahrrad ihm gehört. Da die Polizisten das Fahrrad jedoch keiner Straftat zuordnen konnten - der Rahmen aus Carbon hatte keine Serien- oder Individualnummer -, hätte der Mann die Wache eigentlich samt Fahrrad verlassen sollen.

Sankt Augustiner Polizist bleibt hartnäckig

Doch ein Beamter der Wache Sankt Augustin wollte sich nicht mit der Tatsache abfinden, dass der 31-Jährige mit dem teuren Rennrad ging, obwohl offensichtlich etwas nicht stimmte.

Nach eingehender Prüfung des Rades fand er den Aufkleber eines Fahrradhändlers aus Bonn auf dem Rahmen. Der Händler erinnerte sich an das besondere Fahrrad. Er hatte es 2006 auf speziellen Kundenwunsch angefertigt und kannte daher auch noch den Besitzer. Das 2800 Euro teure Unikat war im November vor zwölf Jahren aus seiner Garage gestohlen worden.  

Am Freitag bekam der Eigentümer sein Carbon-Rad dann nach so vielen Jahren auf der Polizeiwache in Sankt Augustin zurück. Gegen den 31-Jährigen wird wegen des Verdachts des Fahrraddiebstahls ermittelt.