Desolate Flugplatz-Zufahrt

Sanierung der Richthofenstraße in Hangelar rückt näher

Von Schlaglöchern übersäht: Die Richthofenstraße am Flugplatz Hangelar ist seit Jahren in einem desolaten Zustand.

Von Schlaglöchern übersäht: Die Richthofenstraße am Flugplatz Hangelar ist seit Jahren in einem desolaten Zustand.

Sankt Augustin. Die Stadt Sankt Augustin plant den Umbau der maroden Richthofenstraße. Der Planungsausschuss will die Fahrbahn verbreitern, vertagte jedoch die Entscheidung.

Die Schlaglöcher sollen der Vergangenheit angehören: Dafür treibt die Stadt Sankt Augustin die Planungen für den Ausbau der Richthofenstraße zum Flugplatz Hangelar voran. Im Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss legte die Verwaltung nun die Pläne für den bundeseigenen Teil der Strecke vor. Eine Entscheidung fiel jedoch noch nicht.

Wie mehrfach berichtet, ist der rund 600 Meter lange Straßenabschnitt vom Ende der Wohnbebauung bis zum Flugplatz schon lange in einem desolaten Zustand. Autofahrer werden auf der Strecke teilweise richtig durchgerüttelt. Zudem fehlt ein Kanal mit Anschluss an das städtische Kanalnetz. Das Wasser fließt derzeit in die Seitenstreifen ab. Deshalb hat sich die Stadt mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), der der Abschnitt gehört, auf eine Sanierung der Straße verständigt. Dabei übernimmt Sankt Augustin die Planungen, beauftragt und überwacht die Arbeiten, prüft und zahlt die Rechnungen. Diese legt die Verwaltung dann der Bima zur Erstattung vor. Ist die Straße in einem einwandfreien Zustand soll sie in den städtischen Besitz übergehen. Eine entsprechende Regelung zur Übernahme muss die Stadt noch mit der Bundesanstalt erarbeiten.

Zwischenzeitlich hat die Verwaltung ein Ingenieurbüro mit der Planung betraut und die Entwurfsplanung mit der Bima abgestimmt. Demnach soll die bestehende Fahrbahnbreite beibehalten werden. Ein anderer Verlauf sei aufgrund der engen Verhältnisse nicht möglich, so die Stadt. 5,50 Meter Breite sollen Autos und Lastwagen im Begegnungsverkehr zur Verfügung stehen. Der Gehweg soll mit 1,50 Meter breiter werden als bisher und damit mehr Platz für Fußgänger und gehbehinderte Menschen bieten. Die Stadt plant, ihn zu pflastern. So ließe sich der Bürgersteig im Nachhinein bei Arbeiten an den darunter verlaufenden Leitungen leichter wiederherstellen, sagte Ole Kallenbach, Leiter des Fachbereichs Tiefbau. In einzelnen Kurven ist ein Querschnitt von 6,50 Metern vorgesehen. Zwei fünf Meter lange Rampen sollen zudem der Verkehrsberuhigung dienen. Nur für den Straßenausbau – ohne den Neubau des Kanals – geht die Stadt bei der bisherigen Planung von Investitionskosten von einer Million Euro aus.

Starttermin des Ausbaus bleibt offen

Die Fraktionen zeigten sich im Ausschuss grundsätzlich zufrieden, dass an der Richthofenstraße nun etwas passieren soll. „Man hat ja schon fast nicht mehr gewagt, an den Umbau zu glauben“, sagte Georg Schell (CDU). Über die vorgelegte Planung stimmten sie dennoch nicht ab. Denn einig waren sich die Mitglieder auch in der Frage, ob die Straßentrasse im Zuge der Sanierung nicht doch um etwa einen Meter verbreitert werden könne. Laut dem Ersten Beigeordneten der Stadt Sankt Augustin, Rainer Gleß, gehören die Grundstücke entlang der Straße ebenfalls der Bima. Auf der einen Seite befinde sich ein besonders geschützter Sand-Magerrasen. „An dieses Areal möchte ich gar nicht ran“, sagte Gleß und ergänzte: Denkbar wäre eine Verbreiterung höchstens auf dem Gelände der Bundespolizei. Ob das möglich ist, wird die Verwaltung nun in einem Gespräch mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben klären. Das Ergebnis wird sie dem Planungsausschuss in einer der kommenden Sitzungen präsentieren. Erst dann werden die Mitglieder über die Straßenausbauplanung entscheiden.

Wann genau dann der Ausbau starten kann, ist laut Stadt noch offen. Der Zeitpunkt sei mit der Bima noch zu vereinbaren. Die hatte im Frühjahr auf GA-Anfrage noch einen Baubeginn in diesem Jahr und eine Bauzeit von acht bis zwölf Monaten ins Spiel gebracht.