Baufortschritt

Rasantes Tempo beim Huma-Neubau

SANKT AUGUSTIN. Rasant wächst der erste Bauabschnitt für das neue Huma-Center im Sankt Augustiner Zentrum in die Höhe. Bürger, Politik und Verwaltung zeigen sich beeindruckt. "Die Baustelle ist eine Sehenswürdigkeit", sagte Gerhard Schmitz-Porten (SPD) am Dienstagabend im Zentrumsausschuss.

Zuvor hatte Sankt Augustins erster Beigeordneter Rainer Gleß zusammengefasst, wie es um den Baufortschritt der größten Baustelle in der Stadt bestellt ist.

Was er zu sagen hatte, hörte sich gut an. "Das ist eine Top-Baustelle, die hervorragend abgewickelt wird", sagte Gleß. Besonders erfreulich sei, dass man um das Zentrum herum kaum spüren würde, dass es eine so große Baustelle gebe. "Der Baustellenverkehr läuft reibungslos. Die Straßen werden sofort vom Schmutz befreit", sagte Gleß.

So wie es derzeit aussehe, werde der erste Bauabschnitt auch früher fertig sein als geplant. "Wenn denn im Winter die Witterung mitspielt." Eine so perfekte Baustelle habe er selten gesehen. Derzeit sei der Investor bereits mitten in der Vermarktung der Fläche.

Viel Verkaufsfläche vergeben

Mehr als 50 Prozent der Verkaufsfläche von insgesamt 39 000 Quadratmetern seien bereits vergeben. Es bestehe nach Aussage des Investors ein großes Interesse an den Verkaufsflächen. "Wichtig ist für unser Zentrum, dass wir viele Warensortimente haben, um die Bedürfnisse unserer Bürger abzudecken", sagte Gleß.

Man merke, das sei auch der Wunsch des Investors. Insgesamt plant Hurler 140 Shops. Bekleidung soll auf 17.200 Quadratmetern Verkaufsfläche angeboten werden.

Nachdem der General-Anzeiger berichtet hatte, dass der Eigentümer der Bücherstube, Karl-Heinz Matheis, aufhören will und Schwierigkeiten hat, einen Käufer zu finden, scheint sich laut Gleß eine Lösung abzuzeichnen. "Es gibt konkrete Interessenten, und wir werden auch im neuen Huma einen Buchladen haben", berichtete Gleß.

Barrierefreie Überquerungsmöglichkeit

Eines der ganz wichtigen Zusatzprojekte ist die sogenannte Ost-West-Spange. Dabei handelt es sich um eine neue Verbindungsstraße zwischen Bonner Straße und Rathausallee. Sie wird unter der Stadtbahnlinie geführt und stellt die erste barrierefreie Querungsmöglichkeit im Zentrum dar. "Die Planung wird derzeit vorbereitet.

Wir stehen kurz vor der Ausschreibung der Planungsleistung", sagte Gleß. Schmitz-Porten mahnte an, dass die neue Straße zur Fertigstellung des ersten Bauabschnittes fertig sein müsse. Der Neubau der Stadtbahnhaltestelle Markt mit den neuen Rampen für die Radler und Fußgänger läuft laut Gleß reibungslos. Voraussichtlich im März 2015 soll sie fertig sein.

Bereits Ende des Jahres soll der Bau der Auffahrspindel an der Bonner Straße zum Parkhaus abgeschlossen sein. Anwohner hatten befürchtet, dass in der dunklen Jahreszeit die Autos, die auf- und abfahren, mit ihren Lichtern blenden würden. Stadt und Investor haben indes eine Lösung gefunden. "Wir haben dazu Gespräche geführt. Der Investor hat zugesagt, die Brüstung zu erhöhen, damit keine Blendwirkung eintreten kann", sagte Gleß.

Entwicklung der Südarkaden

Froh zeigte sich Gleß über die Entwicklung der Südarkaden, die einen neuen Eigentümer haben. "Der möchte seine Immobilie gerne einbringen in die Planungen für das neue Zentrum", so Gleß. Derzeit werde die rückseitige Fassade erneuert, was auch zur Südstraße hin geplant sei. Der Eigentümer sei auch auf die Mieter zugegangen und wolle seine Immobilie auf Vordermann bringen.

"Dass dort die Postfiliale hingeht, ist sicher eine gute Lösung", so Gleß. An den Südarkaden zeige sich schon die Impulswirkung des neuen Huma. Allerdings sei dort noch einiges zu tun, sagt Gleß. So müssten etwa die Stellplätze noch neu geordnet werden.

Baubeginn des Pflegeheims im Herbst

Still geworden ist es auch um die Klage Siegburgs und Troisdorfs gegen das Huma-Projekt. Auf Nachfrage von Claudia Feld-Wielpütz (CDU) sagte Gleß, er rechne in diesem Jahr mit einem Gerichtsbeschluss oder Urteil. "Derzeit gibt es nichts Neues. Man schiebt sich die Schriftstücke hin und her." Sorgen mache er sich nicht. "Wir sind von unserer Arbeit und den Gutachten überzeugt."

Feld-Wielpütz berichtete, viele Bürger fragten interessiert, wann denn die im Zentrum geplanten zwei Seniorenheime realisiert würden. Laut Gleß soll der Baubeginn für das Pflegeheim auf dem ehemaligen Tacke-Areal im Herbst sein. Für die Seniorenresidenz an der Rathausallee werden derzeit die Pläne überarbeitet und abgesprochen. "Zu dem Komplex werden wir noch detailliert informieren", so Gleß.