Neue Mobilitätsstation

Plätze im Sankt Augustiner Fahrradkäfig sind gefragt

Hinter Gittern stehen die Fahrräder in der Radstation im Zentrum vor Diebstahl und Vandalismus geschützt. Die kostenlosen Plätze vor dem Käfig sind meist alle belegt.

Hinter Gittern stehen die Fahrräder in der Radstation im Zentrum vor Diebstahl und Vandalismus geschützt. Die kostenlosen Plätze vor dem Käfig sind meist alle belegt.

Sankt Augustin. Kostenlose und Miet-Stellplätze an der Radstation im Zentrum werden von Pendlern gut angenommen. Bislang nur selten belegt sind die sechs Ladesäulen und reservierten Stellplätze für Elektroautos.

Diebstahl, Vandalismus, Nässe und wilder Müll: Wer früher mit dem Fahrrad ins Sankt Augustiner Stadtzentrum fuhr, um in Busse oder Bahnen umzusteigen, durfte bei seiner Rückkehr so manch unangenehme Überraschung erleben. Mit ihrer neuen Mobilitätsstation, die im Juli eröffnet wurde, hat die Stadt Sankt Augustin für Fahrradfahrer eine Alternative für die sichere Unterbringung der Räder geschaffen. Nun sind die ersten drei Monate rum – und nicht nur die Nutzer sind zufrieden, bestätigt Stadtsprecherin Eva Stocksiefen auf Nachfrage.

Am Montag, einem fahrradfreundlichen Herbsttag, standen am Mittag 15 Fahrräder und ein Kindertransportanhänger im „Fahrradkäfig“. Deutlich voller mit 21 Rädern waren die kostenlosen und überdachten Abstellmöglichkeiten außerhalb der Radstation belegt. An Nachfrage nach den vermieteten Plätzen mangele es nicht, so Stadtsprecherin Eva Stocksiefen: „48 der 80 Stellplätze sind vermietet. Die Resonanz ist gut. Viele sind überrascht über die doch günstigen Kosten von 20 Euro im Jahr. Im Jahr, nicht im Monat – viele Nutzer fragen das bei uns noch einmal nach.“

Gelobt werde von den Nutzern auch, dass die Station rund um die Uhr geöffnet habe und es keine Schließzeiten gebe, wie es an anderen Radstationen üblich sei. Dazu erhalten die Nutzer einen Transponder, einen digitalen Schlüssel, mit dem der Zugang gesteuert und erfasst wird. Sichtbar gefragt sind auch die kostenlosen Abstellmöglichkeiten, die bei gutem Wetter schon einmal knapp werden, wie ein Radfahrer auf Nachfrage berichtete. Wildparker, die ihre Räder an Treppen- oder Brückengeländern anketten, gebe es so gut wie keine mehr, bestätigt auch die Stadtverwaltung.

Bislang nur selten belegt sind die sechs Ladesäulen und reservierten Stellplätze für Elektroautos. Am Mittwoch waren diese Parkplätze ebenso von wartenden Taxis blockiert wie die Kurzzeitparkplätze, auf denen eigentlich jederzeit Autos halten können sollten, um Mitfahrende sicher an der Haltestelle ein- und aussteigen zu lassen. Für die insgesamt acht wartenden Taxifahrer waren die drei ausgewiesenen Warteplätze zu wenig.