Sportplatz in Sankt Augustin

Naturrasenplatz in Meindorf wird saniert

Freuen sich über den Start der Sanierung am Rasenplatz: Frank Hofenbitzer (l.) und Oliver Sedlag vom FC Adler Meindorf.

Freuen sich über den Start der Sanierung am Rasenplatz: Frank Hofenbitzer (l.) und Oliver Sedlag vom FC Adler Meindorf.

Sankt Augustin. Die Sanierung der Sportanlage in Meindorf läuft. Der FC Adler packt in Eigenleistung mit an. Die Stadt Sankt Augustin stellt 310.000 Euro zur Verfügung.

Es tut sich etwas. Das ist am Meindorfer Naturrasenplatz kaum zu übersehen. Wo vor wenigen Wochen ein Fußballplatz übersät mit Maulwurfshügeln und Löchern war, türmt sich die Erde nun meterhoch. Seit rund fünf Wochen laufen die Sanierungsarbeiten am Sportplatz des FC Adler 1911 Meindorf. „Aber es gibt noch einiges zu tun“, sagt der erste Vorsitzende Frank Hofenbitzer, der froh über den Baustart ist.

Der Verein hatte lange für einen neuen Platz gekämpft. Ursprünglich hatten die Mitglieder, wie mehrfach berichtet, auf einen Hybridrasen gehofft, wie er in Buisdorf und Birlinghoven entstanden ist. Doch der Sportplatz in Meindorf liegt im Naturschutz- und Überschwemmungsgebiet. Sein Bestandsschutz gilt nur für eine Sanierung, ein Hybridrasen hätte eine Befreiung von den Verboten des Landschaftsschutzes benötigt. Eine schnelle Lösung wäre damit nicht möglich gewesen. Die war für den Verein aber wichtig. In den vergangenen Jahren war der Platz oftmals von November bis April unbespielbar, die Mannschaften mussten auf andere Standorte ausweichen. Das soll künftig der Vergangenheit angehören. Wie lang die komplette Sanierung dauern wird, dazu kann Hofenbitzer aber noch keine genauen Angaben machen. „Es ist ganz schwer zu schätzen“, sagt der erste Vorsitzende.

Rasen soll ab September bespielbar sein

Laut Stadt sollen die reinen Platzarbeiten Mitte Juli abgeschlossen sein. Dann müsse der Rasen anwachsen und sei ab September bespielbar, so Sprecherin Eva Stocksiefen. Derzeit ist bereits das Erdreich abgetragen, die Drainage liegt, die Flutlichtmasten sind umgelegt. Das alles erledigt eine Firma, die die Stadt als Platzeigentümer beauftragt hat. 310 000 Euro stehen für die Renovierung im städtischen Haushalt bereit. Darüber hinaus packt der FC Adler in Eigenleistung mit an. Die Mitglieder erneuern die Stellflächen für die Ersatzspielbänke, haben Kabinen für die Ersatzspieler gebaut, Wasserleitungen gelegt und die Kabel für die Stromleitungen vorbereitet. Um das zu finanzieren, verkauft der Verein virtuelle Patenschaften des Platzes gegen eine Spende. Ein Angebot, das bereits einige Menschen genutzt haben.

Das Engagement des FC Adler freut Ortsvorsteher Peter Kespohl. „Der Verein begleitet die Bauarbeiten mit hoher Eigenleistung“, so Kespohl. „Wir freuen uns schon auf das Eröffnungsspiel.“ In einem zweiten Schritt gehe es dann um das Vereinsheim mit den Sanitäranlagen, sagt der Ortsvorsteher. Und Hofenbitzer ergänzt: „Am Ende soll es einfach so sein, dass man vom Platz einen ganz anderen Eindruck hat.“