Hundebesitzer

Möglichen Giftköder in Hangelar entdeckt

13.02.2013 Sankt Augustin. Unter einigen Sankt Augustiner Hundebesitzern dürften sich am Mittwoch Sorgen breit gemacht haben, denn auf einer einschlägigen Hunde-Service-Seite im Internet mit einem Link für Giftköder-Meldungen wurde am Montagabend ein möglicherweise vergiftetes Salamistück aus dem Buschweg in Hangelar gemeldet.

Auch die Siegburger Polizei wurde darüber informiert, bestätigte Polizeisprecher Burkhard Rick am Mittwoch auf Anfrage. "Wir haben davon gehört aber es wurde kein Strafverfahren eingeleitet", teilte er dem GA mit.

Die Salami sei, so habe man ihm mitgeteilt, bei einer Apotheke abgegeben worden, wo man feststellen sollte, ob tatsächlich Rattengift darin versteckt sei oder nicht. Sicherheit, ob die Salami vergiftet war, gab es bis Mittwochabend nicht. In den Hangelarer Apotheken wurde kein Köder abgegeben.

Im Nachhinein lasse sich das von offizieller Seite nicht mehr feststellen, denn weder bei der Polizei noch beim Ordnungsamt der Stadt sei der Köder abgegeben worden, berichtet die Pressesprecherin der Stadt, Eva Stocksiefen. Die Polizei habe das Gelände in Hangelar untersucht und keine weiteren Köder gefunden.

Wenn Stellen entdeckt werden, wo ein begründeter Verdacht besteht, dass vergiftete Köder ausgelegt sind, sollte umgehend entweder die Polizei oder das Ordnungsamt der zuständigen Stadt informiert werden, rät Stocksiefen. Die Vergiftungserscheinungen hängen von der Art und Menge des Giftstoffes ab sowie von Größe und Gewicht des Tieres, erläutert der Leiter des Tierärztlichen Dienstes des Rhein-Sieg-Kreises, Klaus Mann.

Bei der Einnahme von Rattengift seien Symptome wie Fressunlust, Muskelzittern, Bewegungsunlust, Mattigkeit, Atemnot, Durchfall, Erbrechen und Blutungen aus den Körperöffnungen möglich. Diese zeigten sich jedoch bei Rattengift erst verzögert in der Regel zwei bis vier Tage nach der Aufnahme des Köders. (wt)