Im Sportzentrum

Kunstrasen in Sankt Augustin soll saniert werden

Der Kunstrasen im Sportzentrum Sankt Augustin war der erste, der in der Stadt angelegt wurde.

Der Kunstrasen im Sportzentrum Sankt Augustin war der erste, der in der Stadt angelegt wurde.

Sankt Augustin. Der Kunstrasenplatz neben der Hochschule war der erste, der in Sankt Augustin angelegt wurde. Nun soll er saniert werden - vorausgesetzt, die Stadt kann dafür Zuschüsse in Anspruch nehmen.

Die Stadt Sankt Augustin möchte den Kunstrasenplatz im Sportzentrum Sankt Augustin möglichst im kommenden Jahr sanieren – wenn sie dafür Zuschüsse in Anspruch nehmen kann. Im Blick hat sie dafür ein Förderprogramm des Bundes. Mitte Dezember hat die Verwaltung dazu eine Projektskizze eingereicht. Die Stadt hatte das per Dringlichkeitsentscheidung auf den Weg gebracht, da die Einsendefrist deutlich vor der nächsten Ratssitzung lag. Dem Rat liegt diese nun für die Sitzung am Mittwoch, 20. Februar, zur Genehmigung vor.

Der Kunstrasenplatz neben der Hochschule war der erste, der in Sankt Augustin angelegt wurde. Er entstand 2005 als Ersatz für den bisherigen Sportplatz am Rhein-Sieg-Gymnasium. Laut Stadt hat ein solcher sandverfüllter Kunstrasenplatz eine Lebensdauer von zwölf bis 15 Jahren. Die sind im kommenden Jahr erreicht. Zwar sei der Belag zurzeit noch ausreichend bespielbar, so die Verwaltung in der Beschlussvorlage. Der Austausch werde jedoch in absehbarer Zeit erforderlich und solle 2020 erfolgen. Geschätzte Gesamtkosten inklusive eines Puffers für Unvorhergesehenes: 227.000 Euro.

Die Verletzungsgefahr ist erhöht

Die Stadt hofft, dafür Bundesmittel zu erhalten. Sie hat sich um Zuschüsse aus dem Programm zur „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ beworben. Gefördert werden laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung Projekte mit besonders sozialer und integrativer Wirkung. Ausschlaggebende Kriterien sind unter anderem eine besondere regionale Bedeutung, ein begründeter Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur sozialen Integration im Quartier oder die zügige Umsetzbarkeit. Der Bund hatte den Projektaufruf im vergangenen November um 100 Millionen auf 200 Millionen Euro erweitert. Die Mittel sollen in fünf Jahresraten von 2019 bis 2023 zur Verfügung stehen. Grundsätzlich trage der Bund 45 Prozent der Kosten; Kommunen mit einer Haushaltsnotlage erhielten sogar 90 Prozent, so die Verwaltung. Die Stadt Sankt Augustin müsste entsprechend nur 22.700 Euro selbst zahlen. Deshalb will sie die Chance nutzen, auch wenn laut Projektaufruf der Förderanteil des Bundes im Regelfall zwischen einer und vier Millionen Euro betragen solle, so die Verwaltung.

Das sieht auch Gabriele Wiskemann, Erste Vorsitzende des Allgemeinen Sportvereins (ASV) Sankt Augustin so. „Wenn Fördergelder fließen würden, wäre das toll“, sagt sie auf Anfrage. Der ASV ist einer der Nutzer des Kunstrasenplatzes. „Es ist ein Platz, der sehr stark frequentiert wird“, so Wiskemann. Dort trainierten alleine bis zu 22 Jugendteams. Aus Sicht der Fußballer müsse er außerdem auch erneuert werden, „weil die Verletzungsgefahr erhöht ist“, ergänzt die Erste Vorsitzende. „Wir sind froh, wenn der Platz saniert wird. Das betrifft ja auch Vereine aus anderen Sankt Augustiner Stadtteilen sowie Gastmannschaften im Ligabetrieb.“

Der Rat der Stadt Sankt Augustin tagt am Mittwoch, 20. Februar. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im großen Ratssaal des Sankt Augustiner Rathauses, Markt 1.