Banken im Rhein-Sieg-Kreis

Kreissparkasse Köln schließt am Montag 16 Filialen

Die mobile Filiale der Kreissparkasse Köln ersetzt auch im Rhein-Sieg-Kreis Filialen.

Die mobile Filiale der Kreissparkasse Köln ersetzt auch im Rhein-Sieg-Kreis Filialen.

Sankt Augustin. Im Rhein-Sieg-Kreis werden am Montag 16 der bisher 63 Filialen der Kreissparkasse Köln geschlossen. Stattdessen können die Kunden dann an SB-Terminals oder in mobilen Filialen ihre Bankgeschäfte erledigen.

Auf die Kunden der Kreissparkasse Köln kommen große Veränderungen zu: Das Geldinstitut schließt 16 der bisher 63 Filialen im Rhein-Sieg-Kreis, von Montag an sind es noch 47. Grund dafür ist die fortschreitende Digitalisierung: Online-Banking nehme einen immer größeren Raum ein, während weniger Kunden die Filialen nutzten, hatte der Vorstand im Vorfeld der Schließungen angegeben. Betroffen ist auch die Sparkassenfiliale in Sankt Augustin-Ort an der Marienkirchstraße.

Viele Kunden reagierten verständnisvoll, teilte die Pressestelle der Kreissparkasse Köln mit. Manche würden auch bereits die etwa 1,5 Kilometer entfernte Regional-Filiale in Sankt Augustin nutzen. Auch am Donnerstag, dem vorletzten Öffnungstag, gehen aber in der kleinen Filiale noch Kunden ein und aus. So auch Sabine Wagner, die von der Schließung ihrer Stammfiliale bisher noch nichts wusste: „Ich finde das sehr schade. Die kleinen Filialen mag ich lieber. Das ist schon persönlicher. Hier kennt man die Leute.“

Die vier Mitarbeiter der bisherigen Filiale wechseln laut Pressestelle zur benachbarten Regional-Filiale. Für die Kunden seien damit die vertrauten Ansprechpartner in der Nähe weiter erreichbar. Für die langjährigen Kunden ist der Wegfall der gewohnten Anlaufstelle trotzdem schmerzlich: „Es wäre schöner, wenn sie bleiben würde. Seit 30 oder 40 Jahren gehe ich bereits hierhin. Schon meine Mutter war Kundin. Die Filiale wird uns fehlen“, bedauert ein 75-jähriger Sankt Augustiner die Schließung.

Durch mobile Filialen ersetzt

Laut Michael Schwarz von der Kreissparkasse Köln nutzen immer mehr Kunden Online-Banking oder die Sparkassen-App: „Eine persönliche Beratung wird vor allem bei komplexeren Beratungsanlässen wie zur Altersvorsorge, einer Baufinanzierung oder der Geldanlage in Wertpapieren gewünscht.“

Aufgefangen würden die geschlossenen Standorte durch Selbstbedienungsterminals (SB-Stationen), an denen Geld abgehoben, Kontoauszüge gedruckt und Überweisungen getätigt werden können, so die Kreissparkasse. Das betrifft die Filialen in Friedrich-Wilhelms-Hütte, Ittenbach, Königswinter, Merl, Niederkassel, Roisdorf und Stieldorf.

Die Filialen im Kurzentrum Bornheim, im Seniorenzentrum in Hennef, in Herchen, Sankt Augustin-Ort und Winterscheid werden durch sogenannte mobile Filialen ersetzt. Dabei handelt es sich um Sparkassenbusse, die regelmäßig und zu festen Zeiten bestimmte Haltepunkte in den Kommunen anfahren. In den Bussen ist laut Kreissparkasse weiterhin persönliche Beratung und die Erledigung von Bankgeschäften möglich. Für Alfter, Stoßdorf und Wormersdorf verweist die Bank auf SB-Stationen und auf mobile Filialen. Damit gebe es nach den Filial-Schließungen mit insgesamt 89 Präsenzen im Rhein-Sieg-Kreis sogar vier mehr als zuvor.