Reise durch 1001 Nacht

Jung und Alt gemeinsam auf der Bühne in Sankt Augustin

Märchen aus 1001 Nacht: Ala-Din (Ole Jander) mit seiner Wunderlampe und Dschinni (Eva Detsch).

Märchen aus 1001 Nacht: Ala-Din (Ole Jander) mit seiner Wunderlampe und Dschinni (Eva Detsch).

Sankt Augustin. Das Kinder- und Jugendtheater „Hotti on Stage“ präsentiert das Theaterstück „Ala-Din und die Wunderlampe“ im Haus Menden. Weitere Aufführungen sind noch am 19. und 20. Januar zu sehen.

Seit 2004 hat das Kinder- und Jugendtheater „Hotti on Stage“ 15 Theaterstücke auf die Bühne gebracht. Die Stücke präsentiert das Theater seit rund vier Jahren im Haus Menden in Sankt Augustin. Dort spielte das Ensemble im Alter von acht bis 52 Jahren am Wochenende das Stück „Ala-Din und die Wunderlampe“. Die Premiere war am Samstag. Wichtig ist dem Theater, dass alle Rollen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen besetzt werden.

So spielte bei der Premiere ein generationenübergreifendes Ensemble, bestehend aus 25 Darstellern, die Geschichte um den armen Jungen namens Ala-Din (Ole Jander), der Kerkermeister und Henker werden soll. So hat es der Wesir (Julia Schieffer) bestimmt. Seine Freunde nehmen die zugewiesenen Berufe wie „Diener am Palast“ oder „Steuereintreiber“ mehr oder weniger glücklich an, doch Ala-Din weigert sich. Er möchte niemanden töten und würde viel lieber ein reicher Mann werden.

Der Wesir kündigt an, dem Sultan (Maria Jünke) von Ala-Dins Widerstand zu berichten, woraufhin seine Freunde Ala-Din raten, zu fliehen. Dieser entschließt sich dazu, um eine Audienz beim Sultan zu bitten. Sehr humoristisch spielt Marcel Schupp den Wächter am Palast, der eine Rechtschreibschwäche hat. Dass Ala-Din sich vor dem Wesir in den Staub werfen möchte, kann er kaum notieren und schlägt daher vor, dass der Junge sich doch lieber in den Bach werfen soll. Das könne er besser schreiben.

Als der Wesir dazu kommt, ist der Wächter vollends verwirrt und sagt: „Dieser Bösewicht Ala-Bach will Sie mit Staub bewerfen.“ Gerettet wird Ala-Din von einem Fremden (Lukas Niemann), der sich als sein Onkel ausgibt und ihm Reichtum verspricht. Wirklich gut meint er es jedoch nicht mit Ala-Din und sperrt ihn in eine Höhle ein. Glücklicherweise findet Ala-Din darin eine geheimnisvolle Öllampe, die sich als Behausung einer Dschinni (Eva Detsch) entpuppt. Nun beginnt eine zauberhafte Reise durch die Welt von 1001 Nacht, die Projektleiterin Eva Protzek gelungen umgesetzt hat.

Für die authentischen orientalischen Kostüme, die Requisiten sowie die Maske sind Barbara Schäfer und Sebastian Kremer verantwortlich. Weitere Aufführungen finden am Samstag und Sonntag, 19./20. Januar, jeweils ab 15 Uhr im Haus Menden, An der Alten Kirche 3, statt. Karten gibt es für acht Euro, ermäßigt vier Euro, in der Bücherstube Sankt Augustin, Alte Heerstraße 60, nach E-Mail an theater@hotti-ev.de oder telefonisch bei Projektleiterin Eva Protzek unter 0 22 41/2 01 97 44.

Wer mitmachen möchte, kann sich telefonisch unter 0 22 41/8 78 07 21 oder per E-Mail an theater@hotti-ev.de melden. Weitere Informationen gibt es unter www.jugendzentrum-hotti.de.