Jugendarbeit in Sankt Augustin

Jugendzentrum Matchboxx zieht in Container

Die Ersatzcontainer für das Jugendzentrum bieten rund 800 Quadratmeter Platz.

Die Ersatzcontainer für das Jugendzentrum bieten rund 800 Quadratmeter Platz.

Sankt Augustin. Das Übergangsquartier am Rhein-Sieg-Gymnasium in Sankt Augustin ist fertiggestellt und wird derzeit eingerichtet. Anfang Februar soll das Provisorium geöffnet werden.

Das alte Jugendzentrum an der Bonner Straße in Mülldorf haben die Jugendlichen bereits Anfang Dezember verlassen. In wenigen Wochen können sie voraussichtlich ihr Übergangsquartier an der Grantham-Allee in der Nähe des Rhein-Sieg-Gymnasiums beziehen. Dort ist in den vergangenen Wochen das neue Zuhause für das Jugendzentrum Matchboxx entstanden – aus insgesamt 46 Containermodulen.

Wie berichtet, wird das Jugendzentrum für rund 7,3 Millionen Euro erneuert. Der Altbau wird energetisch saniert, der Anbau aus den 1960er Jahren abgerissen. An seine Stelle rückt ein dreigeschossiger Neubau. Das Ziel: Ein Zentrum für Kinder, Jugendliche, Familien und Kultur zu schaffen, das ein übergreifendes Angebot für Jung und Alt bereithält.

Bereits im November startete laut Stadtverwaltung der Aufbau der Containermodule, die innerhalb von zwei Tagen aufgestellt waren. Bis Mitte Dezember hätten dann zeitweise bis zu acht Gewerke zuzüglich der Versorger von Gas, Wasser und Strom parallel auf der Baustelle gearbeitet, so Markus Krasztinat, zuständiger Projektleiter beim städtischen Gebäudemanagement. Inzwischen seien die ersten Möbel und Umzugskartons eingetroffen, so die Stadt. Auf etwa 800 Quadratmetern kann der Verein zur Förderung der städtischen Jugendeinrichtungen dort bis zur Fertigstellung des Neubaus an der Bonner Straße in rund zwei Jahren die Jugendlichen betreuen. Die Räume erstrecken sich über zwei Geschosse und bieten Platz für Gruppen aber auch Cafeteria, Disco und Werkstatt. Im Frühjahr erhält das Gebäude Fahrradabstellanlagen und Tischtennisplatten.

Andreas Kernenbach, Geschäftsführer des Vereins zur Förderung der städtischen Jugendeinrichtungen, rechnet damit, dass der Ersatzstandort Anfang Februar geöffnet wird. „Das genaue Datum steht aber noch nicht fest“, sagt er. Die Jugendlichen würden sich so lange auf die anderen Einrichtungen des Vereins verteilen. Kernenbach: „Sie haben schon bedauert, dass das Tagesangebot nun eine Weile fehlt. Aber es ist ja absehbar, und perspektivisch mündet es in eine schöne neue große Einrichtung.“