Nach Brand in Schutzhütte

Jugendtreff in Sankt Augustin soll erhalten bleiben

Der Sankt Augustiner Jugendtreff „Betreten erlaubt“ ist am Samstagabend völlig ausgebrannt.

Der Sankt Augustiner Jugendtreff „Betreten erlaubt“ ist am Samstagabend völlig ausgebrannt.

Sankt Augustin. Nach dem Brand der Schutzhütte „Betreten erlaubt“ will die Stadt Sankt Augustin ein neues Angebot für junge Leute aufbauen. Den finanziellen Schaden fängt wahrscheinlich die Versicherung auf.

Nach dem Brand der Schutzhütte „Betreten erlaubt“, ein Streetwork-Projekt der Stadt Sankt Augustin, soll es an gleicher Stelle wieder ein passendes Angebot für Jugendliche geben. Das teilte Stadtsprecherin Eva Stocksiefen auf Nachfrage mit. Gespräche mit den Beteiligten habe es bislang aber noch keine gegeben. Laut Stocksiefen ist der Jugendtreff, der an der Straße „Auf der Mirz“ abgelegen zwischen einem Bahndamm, der Kläranlage und der Autobahn 560 liegt, versichert, sodass die Stadt den finanziellen Schaden voraussichtlich ersetzt bekommt. „Wir warten jetzt die Rückmeldung der Versicherung ab“, so die Stadtsprecherin.

Das Streetwork-Projekt besteht seit 2008 und ist Teil der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Sankt Augustin, für die die Kommune derzeit ein neues Konzept erstellt. Derzeit können sich Träger auf die bestehenden städtischen Angebote bewerben. „Es macht Sinn, sich nach Abschluss des Verfahrens mit dem neuen Träger zusammenzusetzen und zu schauen, wie es wieder aufgebaut wird und was das Beste für die Zielgruppe ist“, sagt Stocksiefen. Im Juli soll der Jugendhilfeausschuss über die Vergabe der Trägerschaft für die verschiedenen offenen Angebote in der Stadt entscheiden.

Wie berichtet, war die Schutzhütte mit einer Grundfläche von etwa 30 Quadratmetern am Samstagabend abgebrannt. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Die Freiwillige Feuerwehr Sankt Augustin brachte den Brand gegen 22.45 Uhr unter Kontrolle. Um Brandnester zu bekämpfen, sägten die Wehrleute Öffnungen in den Boden der Hütte. Zudem deckten sie die Überreste mit einem sogenannten Netzmittel, einem Gemisch aus Schaummittel und Löschwasser, ab. Im Einsatz waren 33 Wehrleute der Einheiten Menden, Meindorf und Buisdorf. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen laut Kreispolizei Rhein-Sieg noch.

In der Vergangenheit hatte es bereits Fälle von Vandalismus an der Hütte gegeben. Im Herbst 2011 hatten unbekannte Täter Feuer gelegt. Vor etwa dreieinhalb Jahren hatten Unbekannte Teile der Veranda und des Dachs abgesägt und herausgerissen.