Einsatz in Hangelar

Feuerwehr rettet Fuchs aus Swimmingpool

Im Pool steht das Wasser 35 Zentimeter hoch. Dem Fuchs gelingt es, auf eine kleine Erhebung zu flüchten. FOTO: JENS KLEINERT

Sankt Augustin. Einen nicht alltäglichen Einsatz hatte die Feuerwehr am Dienstagvormittag in Hangelar zu bewältigen. Wohl bereits in der Nacht zum Dienstag war dort ein Fuchs in einen stillgelegten Swimmingpool gefallen und fand keinen mehr Weg hinaus.

Die Besitzerin des dazugehörigen Einfamilienhauses an der Straße Auf dem Niederberg hatte ihn gegen 9.30 Uhr entdeckt. Nachdem sie sich nicht anders zu helfen wusste, verständigte die Frau die Wehrleute, die selbst erst einmal überlegen mussten, wie sie das Tier befreien sollten.

Denn zwar war es dem Fuchs gelungen, sich in dem Becken, in dem sich bereits 35 Zentimeter hoch das Regenwasser angesammelt hatte, auf eine kleine Erhebung zu flüchten. Doch mit bloßen Händen wäre er nicht zu fangen gewesen - zu stressig eine Hatz in dem engen Bassin für ihn.

Zu groß wäre laut Herbert Maur und Christian Reinprecht von der Feuerwehr auch das Risiko für die Helfer gewesen, dass der sichtbar mitgenommene Pechvogel sich wehren und einmal zubeißen könnte. Nach weiteren Überlegungen sowie der Beratung mit einem Förster schritten die sechs Wehrleute dann gegen 12.30 Uhr zur Tat: Mit einer Drahtschlinge sowie bissfesten Handschuhen der Siegburger Feuerwehrkollegen und einem Bottich ausgestattet, gelang es ihnen, den Fuchs zu fangen und ihn in unmittelbarer Entfernung wieder in die Freiheit zu entlassen.

Der Gerettete zögerte nicht lange: Einmal noch kurz umgeschaut, verschwand er auch schon wieder im Unterholz - jedoch sichtlich durchnässt und von der Kälte geschwächt. Doch Verletzungen hatte er von dem Sturz offenbar keine davongetragen. Wie Wehrführer Herbert Maur sagte, seien entsprechende Tier-Notfälle für die Feuerwehr zwar grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Daran, dass jemals ein Fuchs habe gerettet werden müssen, konnte er sich nach eigener Aussage jedoch nicht erinnern.