Familienzentrum St. Anna in Sankt Augustin

Familienministerin Ute Schäfer hörte sich die Sorgen der Eltern an

Austausch im Familienzentrum (v. links): Der SPD-Vorsitzende Denis Waldästl, NRW-Familienministerin Ute Schäfer, SPD-Bundestagskandidatin Bettina Bähr-Losse, Pfarrer Peter Emontzpohl und Barbara Els, Leiterin des Familienzentrums St. Anna.

SANKT AUGUSTIN. Dieser Tage geben sich im Stadtgebiet Minister, deren Staatssekretäre und hohe Politiker zum Wahlkampf die sprichwörtliche Klinke in die Hand. Doch der Besuch von NRW-Familienministerin Ute Schäfer in Hangelar fiel am Mittwoch ein wenig aus dem Rahmen. Gemeinsam mit der SPD-Bundestagskandidatin Bettina Bähr-Losse und dem Augustiner SPD-Vorsitzenden Denis Waldästl war die Ministerin ins Familienzentrum St. Anna gekommen, um dort eine von 9000 Kindertageseinrichtungen in NRW zu besuchen und bei Erziehern und Eltern zu schauen, wo der Schuh drückt.

Gemeinsam mit der SPD-Bundestagskandidatin Bettina Bähr-Losse und dem Augustiner SPD-Vorsitzenden Denis Waldästl war die Ministerin ins Familienzentrum St. Anna gekommen, um dort eine von 9000 Kindertageseinrichtungen in NRW zu besuchen und bei Erziehern und Eltern zu schauen, wo der Schuh drückt.

Bereits vor einigen Monaten hatte Waldästl die Ministerin um einen Besuch in Hangelar gebeten: "Die Eltern des Familienzentrums hatten sich sehr aktiv in der kommunalpolitischen Kita-Beitragsdiskussion engagiert. Jetzt sollen die Eltern Gelegenheit bekommen, dies auch an der richtigen Stelle zu tun." Das freute nicht nur Barbara Els, Leiterin des Familienzentrums, sondern auch die Ministerin sehr: "Für mich ist hochspannend zu sehen, wie das, was wir politisch in Düsseldorf entscheiden, in der Fläche ankommt. Wir haben uns für die kommenden Jahre viel vorgenommen. Eine erste große Herausforderung war es, die 145.000 U 3-Plätze bis zum 1. August zu schaffen. Dafür sage ich auch hier 'Danke', denn das war eine gemeinsame Aufgabe. Aber: Dies war nur ein Etappenziel."

So stehe nicht nur die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf der Agenda, sagte Schäfer. Die Finanzierung der Angebote müsse überprüft und mehr vom Bund gestützt werden. Auch müsse den Einrichtungen mehr Planungssicherheit für die laufenden Mittel gegeben werden, nahm die Ministerin einen Wunsch von Barbara Els vorweg. Änderungen kündigte Schäfer auch im Sprachtest "Delpfin 4" an: Noch einmal müsse der bisherige Test im Frühjahr 2014 durchgeführt werden, dann solle er umfassend und praxis- und alltagsnaher überarbeitet werden. Ein Wunsch, den auch die Erzieherinnen im Familienzentrum der Ministerin eindringlich mit auf den Weg gaben.

Wichtig sei ihnen auch, dass ihre Empfehlungen an Eltern, bei Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung des Kindes Hilfe zu suchen, nicht durch Kinderärzte mit der Bemerkung "das wächst sich 'raus" abgehandelt würden. Die Ministerin dazu: "Wir wollen dafür sorgen, dass Kinder nicht erst im vierten Lebensjahr, sondern vom ersten Tag an in ihrer Sprachentwicklung begleitet und gefördert werden." Kompetenzen müssten gebündelt werden. Doch was Entscheidungen der Ärzte angehe, habe sie im Ministerium keine Handlungsmöglichkeiten.