Hörbücher aus Sankt Augustin

Fünfmal Gold für Augustiner Studio "Make Music"

1,5 Millionen Mal haben sich die von Andy Muhlack (links) und seinem Partner Arnd Sünner inszenierten Hörbücher „Der kleine Drache Kokosnuss“ verkauft. Dafür gab es fünfmal Gold.

1,5 Millionen Mal haben sich die von Andy Muhlack (links) und seinem Partner Arnd Sünner inszenierten Hörbücher „Der kleine Drache Kokosnuss“ verkauft. Dafür gab es fünfmal Gold.

Sankt Augustin. Andy Muhlack und Arnd Sünner inszenieren die Hörbücher „Der kleine Drache Kokosnuss“, die sich 1,5 Millionen Mal verkauft haben. Die Bläck Fööss engagieren Muhlack als Komponisten.

Kinder lieben sie, und Eltern kennen sie auswendig: Die Abenteuer, die „Der kleine Drache Kokosnuss“ in den gleichnamigen Geschichten erlebt. Von den Kinderbüchern, die Autor Ingo Siegner textet sowie illustriert und die im cbj & cbt Kinder- und Jugendbücher Verlag erscheinen, sind bisher 26 Folgen auch als inszenierte Hörbücher von „Cocomico Records“ auf CD produziert worden. Inszeniert und aufgenommen wurden sie im Sankt Augustiner Tonstudio „Make Music“ von Andy Muhlack und Arnd Sünner.

Und das mit großem Erfolg. Im vergangenen Jahr erhielten die beiden bereits für eine Millionen verkaufte Hörbücher aller Folgen zusammen eine „Goldene Schallplatte“, jetzt gleich fünfmal Gold für fünf einzelne Geschichten mit je 100 000 verkauften CDs. Den Kontakt zwischen Verlag und den Augustinern stellte Marcel Gödde von „Cocomico Records“ im Jahr 2006 her, mit dem Muhlack schon seit dem Jahr 2000 zusammenarbeitet.

Der Unterschied zwischen einem Hörspiel und einem inszenierten Hörbuch besteht laut Muhlack darin, dass beim Hörbuch nur ein Sprecher den verschiedenen Rollen eine Stimme gibt. Er liest also nicht nur die jeweilige Geschichte vor. Den besonderen Pfiff verleiht Muhlack jeder Produktion mit Musik und Geräuschen. „Inspirieren lasse ich mich dabei von den Illustrationen des Autors“, erklärt Muhlack, der die Soundkulisse möglichst authentisch schafft und sich immer intensiv in den Ort und die Zeit der Handlung eindenkt. „Bei einer Folge, die in der Steinzeit spielt, habe ich bei einem von mir komponierten und eingebundenen Lied Steine aneinander gerieben, bei einer Folge in der Wikingerzeit kommen unter anderem eine Laute und Trommeln zum Einsatz.“ Gödde lobt Muhlack als „Allrounder, der viele Ideen im Kopf hat, bei der Aufnahme im Tonstudio und am Mischpult ebenso Perfektionist ist wie als Komponist, Instrumentalist und Sounddesigner.“

Muhlack und Gödde arbeiten aber auch noch auf einem anderen Gebiet erfolgreich zusammen. Neben Hörspielen schreiben sie Kindermusicals, zu denen Muhlack die Musik komponiert und Gödde die Texte liefert. Aus ihrer Feder stammen beispielsweise die Musicals „Conni“, „Benjamin Blümchen“ oder „Der kleine Eisbär“. Andy Muhlack studiert auch mit allen Schauspielern die Songs im eigenen Studio ein. Auf Tournee begleitet er die Musicals aber nicht, besucht allerdings schon einmal die Generalproben oder eine der Aufführungen. Für alle Produktionen zusammen haben Muhlack und Sünner seit 2005 insgesamt elf „Goldene“ erhalten. Unter anderem für die Hörspielreihe „Der kleine Eisbär“ und zwei Songs, die Muhlack zur Sendung „Tanzalarm“ des Kindersenders Kika komponiert hat und die ebenfalls auf CD veröffentlicht wurden.

Zurzeit arbeitet der 47-jährige Muhlack auf Hochtouren an der Fertigstellung des Weihnachtsmusicals „Benjamin Blümchen“ zum 40. Jubiläum des beliebten Elefanten, das auf der ersten Fassung basiert. Zu diesem hat er neue Lieder, sein langjähriger Kooperationspartner Marcel Gödde wieder die Texte geschrieben.

Ab November wird die Show dann deutschlandweit 25 Mal zu sehen sein. Und noch jemand hat das Tonstudio und den Allrounder Muhlack entdeckt: die Kölner Mundartband Bläck Fööss. Zwei Lieder ihres neuen Studioalbums „Freiheit Alaaf“ wurden in Sankt Augustin eingespielt. Und künftig soll er sogar als Komponist für die „Fööss“ tätig werden.