Wandel in den Südarkaden

Einkaufszentrum Huma bringt neue Mieter nach Sankt Augustin

Die Geschäfte sind fast alle belegt in den Südarkaden, die vom Bau des neuen Huma-Centers profitieren.

Die Geschäfte sind fast alle belegt in den Südarkaden, die vom Bau des neuen Huma-Centers profitieren.

Sankt Augustin. In den Sankt Augustiner Südarkaden schließen und eröffnen im Mai einige Filialen. Das Einkaufszentrum bewertet den Wandel insgesamt als positiv.

Die einen kommen, die anderen gehen in den Sankt Augustiner Südarkaden. Während im östlichen Teil die einstige Deichmannfläche vermietet ist und am 3. Mai dort ein russischer Einzelhandel eröffnet, schloss die black.de-Filiale im westlichen Teil am Donnerstag Knall auf Fall ohne Vorankündigung.

Tedi-Sprecherin Rebecca Alishah teilte auf GA-Anfrage mit, dass es durch die Übernahme in Einzelfällen vorgekommen sei, dass zwei Mietobjekte in unmittelbarer Nähe zueinander angemietet worden seien. „In solchen Fällen müssen individuelle Entscheidungen getroffen werden.“ Für den Standort Sankt Augustin seien die Verhandlungen allerdings noch nicht abgeschlossen, so die Tedi-Sprecherin.

Michael Sobeck, Sprecher der Eigentümerin Immovation Immobilien Handels AG, sieht unterm Strich dennoch positive Effekte durch die Eröffnung des neuen Huma-Centers in direkter Nachbarschaft. „Die uns bekannten Rückmeldungen der gewerblichen Mieter lassen eine Tendenz zu steigenden Kundenzahlen erkennen“, beschreibt Sobeck die aktuelle Situation in den Wohn- und Geschäftshäusern.

Abgesehen von den beiden großen Ladenlokalen, die derzeit leer stehen, sind alle Geschäftsflächen belegt oder werden es in Kürze sein. Selbst für die wegen der Zweigeschossigkeit als schwierig zu vermietende Fläche wo einst ein Möbelgeschäft und davor eine Quelle-Filiale Mieter waren, gibt sich der Pressesprecher der Immovation Immobilien Handels AG hoffnungsvoll. „Aktuell werden Gespräche mit einem weiteren Interessenten geführt. Angesichts der grundsätzlich positiven Vermietungsentwicklung sind wir optimistisch, dass wir auch für diese Flächen einen Mieter finden werden.“

Leichter konnten für die seit September vergangenen Jahres leer stehenden Geschäftsräume der Schuhkette Deichmann ein Nachmieter gefunden werden. Der Schuhhändler ist mit der Eröffnung im Herbst vergangenen Jahres in das Huma-Center umgezogen und Irene Kaschner wird ab dem 3. Mai in den Räumen ihre russischen Spezialitäten anbieten, nachdem der Laden in Menden im Juli vergangenen Jahres abgebrannt ist.

Leerstand gibt es nicht

Im hinteren Teil des Südarkaden-Durchgangs hat sich die GPS-Fahrschule in größeren Räume angemietet. Angefangen hat die Fahrschule in den nur 20 Quadratmetern des einstigen Kiosks, der seine Pforten vor Jahren schließen musste. Jetzt finden die Schulungen mit virtuellem Fahrtraining auf 250 Quadratmetern statt. Den durch den Umzug frei gewordenen kleinen Raum wird das benachbarte koreanische Restaurant Kimchi Gourmet nutzen, so die Information des Immovation-Sprechers.

Auch bei den Büros und Praxen im ersten Obergeschoss sei die Entwicklung insgesamt positiv. Eine sehr große Fläche sei wegen der Nachfrage nach kleineren Einheiten aufgeteilt worden und zwischenzeitig zu 70 Prozent vermietet, so Sobeck. Für die 110 Wohnungen in den Südarkaden kann der Sprecher nach wie vor eine hundertprozentige Vermietung vermelden. Leerstand gibt es dort keinen.

Bauliche Maßnahmen im Außenbereich plant die Immovation derzeit nicht. „Eine spürbare bessere Anbindung der Südarkaden wäre nach unserer Ansicht nur von aufwendigen baulichen Maßnahmen zu erwarten, die in den Kompetenzbereich der Stadtplanung fallen und entsprechende politische Beschlüsse erfordern“, formuliert es Sobeck. Gemeint seien damit etwa die Reduzierung der Zahl der Fahrspuren der Südstraße und zusätzliche Querungsmöglichkeiten. Sobeck findet, dass sich mit der zentralen Wegeverbindung durch die neue Huma-Grünanlage und die Fußgänger-Ampel die Anbindung der Südarkaden an das Huma-Einkaufscenter bereits erheblich verbessern werde. Weitere Möglichkeiten, wesentliche Verbesserungen auf dem eigenen Grundstück zu erreichen, sieht Sobeck hingegen nicht. „Deshalb planen wir aktuell keine Maßnahmen zur weiteren Optimierung des fußläufigen Anschlusses der Südarkaden.“