Sankt Augustiner Zentrum

Der Weg zur Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ist fertig

Viel Betrieb zur Eröffnung: Die Arbeiten an der Campus Magistrale zwischen Hochschule und Rhein-Sieg-Gymnasium sind abgeschlossen.

Viel Betrieb zur Eröffnung: Die Arbeiten an der Campus Magistrale zwischen Hochschule und Rhein-Sieg-Gymnasium sind abgeschlossen.

Sankt Augustin. Die Campus Magistrale in Sankt Augustin ist offiziell freigegeben. Sitzbänke, Bäume und Staudenpflanzen sollen den Weg zwischen dem Rhein-Sieg-Gymnasium und der Hochschule verschönern. Eine neue Straße ersetzt die alte Baustraße am Hochschulneubau.

Das erste Vorhaben ist geschafft: Mit dem Bau der Campus Magistrale hat die Stadt Sankt Augustin nun eines von vielen geplanten Teilprojekten des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) abgeschlossen. Am Donnerstag kamen Vertreter der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, der Verwaltung und der Politik zusammen, um die neue Wegeverbindung zwischen dem Rhein-Sieg-Gymnasium und der Hochschule offiziell zu eröffnen.

„Die Campus Magistrale ist ein wichtiger Schritt, um Wegeverbindungen neu zu definieren und Aufenthaltsqualität zu schaffen, wo vorher keine war“, sagte der Erste Beigeordnete der Stadt, Rainer Gleß. In rund vier Monaten Bauzeit ist ein Rad- und Fußweg mit einer Breite zwischen sieben und 15 Metern entstanden – gepflastert in verschiedenen Grautönen, die optisch an den Bodenbelag rund um das Huma-Einkaufszentrum angepasst worden sind. Sitzbänke entlang des Wegs sollen zum Verweilen einladen, Bäume und rund 2250 Staudenpflanzen Farbtupfer setzen. Daneben ersetzt eine neue Straße die alte Baustraße, die bislang am Hochschulneubau vorbeiführte.

590 000 Euro kosteten Bau und Planung des Projekts, das laut Stadt im gesteckten Kostenrahmen blieb. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen übernehmen auf der Grundlage des ISEK 70 Prozent der Kosten der Campus Magistrale. Der Bau der Straße sei nicht förderfähig, so die Verwaltung, die sich rundum zufrieden mit dem Projekt zeigt.

Hochschule ist zufrieden

„Es tut uns gut, dass wir als Hochschule so eine schöne Straße mit so einem schönen Namen bekommen“, sagte auch Hochschulpräsident Hartmut Ihne. Wegebeziehungen seien sehr bedeutend für den Austausch. Darüber hinaus sei es für die Hochschule sehr wichtig, wie sie sich optisch präsentiere. „Wir hatten sonst oft das Gefühl, der Hinterhof von Huma zu sein“, ergänzte Ihne. „Das ist damit jetzt weg. Wir sind sehr, sehr glücklich.“

2016 wurde Sankt Augustin mit dem ISEK in das Stadterneuerungsprogramm der Landesregierung aufgenommen. Ziel ist, das Stadtzentrum zu einer lebendigen, multifunktionalen Mitte umzugestalten. Dazu sollen weitere Aus- und Umbauten folgen. Bereits begonnen hat die Sanierung des Jugendzentrums in Mülldorf, die voraussichtlich im Juni 2020 komplett abgeschlossen sein soll. Geplant ist zudem, die Verbindung vom Rhein-Sieg-Gymnasium bis zum Bahnhaltepunkt Zentrum umzugestalten. „Die Verteilerplätze wollen wir jetzt auf den Weg bringen“, so der Erste Beigeordnete.

Wie bereits mehrfach berichtet, soll auch der Karl-Gatzweiler-Platz ein neues Gesicht erhalten. Laut Gleß erhielt die Stadt dazu am gestrigen Donnerstag den Förderbescheid der Bezirksregierung. Damit gebe es Geld für die räumliche Mitte der Stadt, so der Erste Beigeordnete. „Das gibt uns die Möglichkeit, dort mehr zu tun als nur zwei Kinderflohmärkte im Jahr.“