Sankt Augustin stellt Geld bereit

Buckelpiste zum Flugplatz Hangelar soll saniert werden

Auf rund 600 Metern bis zum Flugplatz Hangelar ist die Richthofenstraße mit Schlaglöchern übersät. FOTO: SCHMITT

Auf rund 600 Metern bis zum Flugplatz Hangelar ist die Richthofenstraße mit Schlaglöchern übersät. FOTO: SCHMITT

Sankt Augustin. Seit Jahren ist der hintere Abschnitt der Richthofenstraße zum Flugplatz Hangelar ein einziger Flickenteppich. Nun hat die Stadt Sankt Augustin Geld für die Sanierung im Haushalt bereitgestellt.

Auf diese Nachricht hat Dirk Wittkamp lange gewartet: Die Sanierung der schlaglochübersäten Richthofenstraße zum Flugplatz Hangelar rückt in greifbare Nähe. „Das ist perfekt. Es kann nichts besseres geben“, sagt der Sprecher der Fliegergemeinschaft Hangelar, der häufig über die Holperstrecke fährt.

Die Information steckt im Haushaltsplan. Die Stadt Sankt Augustin hat für dieses und kommendes Jahr 530 000 Euro für den Kanal und 835 000 Euro für die Planung und Erneuerung der Straße eingestellt – mit Einnahmen in gleicher Höhe und dem Hinweis, dass das Geld von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) erstattet wird. Denn der Bima gehören die letzten rund 600 Meter vom Ende der Wohnbebauung bis zum Flugplatz. Dazu habe die Stadt mit der Bundesanstalt vereinbart, dass sie die Straße übernehme, wenn sie in einem technisch einwandfreien Zustand sei, teilt Pressesprecherin Eva Stocksiefen auf Anfrage mit. Das müsse aber im Rat noch beschlossen werden. Einen genauen Zeitplan gebe es dafür noch nicht.

Offen ist laut Stadt auch, wann die Sanierung startet. „Wir gehen jetzt in die konkrete Planung. Und es steht noch eine Baugrunduntersuchung an.“ Grundsätzlich sei der Großteil der Kosten aber für 2019 eingestellt, erläutert Stocksiefen. Geplant sei, zunächst einen Kanal zu erstellen. „Im Moment gibt es dort keinen“, so die Stadtsprecherin. Dann folge der Straßenaufbau aus Asphalt inklusive einseitigem Gehweg. Die Bima müsse dem allerdings noch zustimmen. „Wir gehen aber davon aus, dass es funktioniert“, sagt Stocksiefen.

Bima: "Baubeginn ist für November angesetzt"

Die Bima ist auf Anfrage etwas konkreter: Laut Sprecher Thorsten Grützner soll das Vorhaben im Mai in den Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss der Stadt eingebracht werden. Von Juni bis September solle die Ausführungsplanung, die Ausschreibung sowie die Vergabe erfolgen bevor sich der Gebäude- und Bewirtschaftungsausschuss im Oktober damit beschäftige. „Der Baubeginn ist für November angesetzt“, sagt Grützner. „Die Bauzeit wird etwa acht bis zwölf Monate umfassen.“ Derzeit arbeite die Bima an einem ersten Entwurf einer schriftlichen Vereinbarung mit der Stadt Sankt Augustin. Die Planung der Straßensanierung hätten beide Parteien eng miteinander abgestimmt. Die Stadt werde die Arbeiten beauftragen, überwachen, Rechnungen prüfen und zahlen und diese dann der Bima zur Erstattung vorlegen, so Grützner.

Bleibt es bei diesem Zeitplan, ist ein Ende der Schlaglochstrecke nun nach vielen Jahren absehbar. Denn: Schon 2012 hatten sich Stadt und Bima grundsätzlich darauf geeinigt, dass die Straße erneuert wird. „Ich fliege seit 2003 in Hangelar und solange kenne ich die Richthofenstraße wie sie jetzt ist“, sagt Dirk Wittkamp, der seit Jahren auf die Gefahren der Buckelpiste hinweist. Er ist froh, dass die Flickschusterei demnächst ein Ende haben wird. Darauf setzen auch die Sankt Augustiner Christdemokraten. „Ich hoffe, dass diese Maßnahme plangemäß in spätestens zwei Jahren abgeschlossen sein wird“, so der Fraktionsvorsitzende Georg Schell in einer Pressemitteilung, in der er auf die Sanierung hinweist. Es sei eine sehr gute Nachricht für alle dortigen Betriebe, die Flugplatzgesellschaft, die Flieger und die vielen Bürger, die das Gelände zur Naherholung nutzen würden.