Flugplatz Hangelar

Bebauung ja, aber weniger Lärm

Für das markierte Flugplatz-Areal soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Sankt Augustin. Der Flugplatz soll bleiben, aber es muss zu weniger Lärm führen, wenn die Stadt Sankt Augustin das Gewerbegebiet mit einem neuen Bebauungsplan entwickelt.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse des Werkstattverfahrens, das am Montagabend mit der Präsentation der Gruppenergebnisse seinen vorläufigen Abschluss fand. Knapp 50 Bürger waren der Einladung der Stadt gefolgt und hörten sich an, was die vier Arbeitsgruppen erarbeitet hatten.

Einig waren sich alle "Werkstättler" darüber, dass am Flugplatz an der Infrastruktur etwas getan werden muss. Will heißen: mehr Parkplätze für die Besucher, eine bessere Anbindung, vor allen Dingen mit Straßenlaternen, und durchaus auch mehr Gastronomie.

Gewünscht ist auch, dass dem Natur- und Umweltschutz Rechnung getragen wird und Spielplatz und Naherholung erhalten bleiben sollen. Die Vereinsaktivitäten insbesondere auf dem Gebiet der Jugendarbeit sollen durch die Verbesserung der Infrastruktur und der Schulungs- und Ausbildungsräume gefördert werden.

"In welcher Form sich die Bebauung auf den Flugbetrieb auswirken soll, darüber haben wir aber noch keine Einigkeit erzielt. "Darüber muss noch geredet werden", sagte Dirk Wittkamp von der Fliegergemeinschaft, der die Ergebnisse seiner Gruppe 3 präsentierte. Ursula Stein, Moderatorin des Werkstattverfahrens, lobte alle 25 Teilnehmer.

"Die Diskussionen sind sehr sachlich und mit Respekt voreinander geführt worden." Bei der Einteilung der Gruppen sei Wert darauf gelegt worden, dass möglichst viele Perspektiven vertreten gewesen seien. Die Arbeitsgruppe um Achim Baumgartner vom BUND legte den Fokus auf die Bestandssicherung.

"Da muss nichts Neues mehr dazu gebaut werden", sagte Baumgartner. Wenn, dann sollten neue Gebäude zwischen den bereits vorhandenen errichtet werden. Im Bestand könne eine Umnutzung und Neuordnung erwogen werden. Bezogen auf den Neubau eines Hotels am Flugplatz solle man doch erst prüfen, ob das Angebot im Ort nicht ausreiche. "Welche Betriebe dazukommen können, ist aber noch strittig", so Baumgartner. Das müsse im Verfahren weiter diskutiert werden.

Wichtig für die vierte Gruppe war, dass die Freiflächen für das jährliche Biker-Camp von einer Bebauung ausgeschlossen werden. "Wünschenswert wären auch ein größerer Spielplatz und mehr Grünflächen für die Besucher. Der Freizeitgedanke darf auch nicht vergessen werden", sagte Ralph Gemmel, der für die vierte Gruppe sprach.

Das weitere Vorgehen wird nun im Rahmenplanungsbeirat diskutiert. "Dort werden wir die Ergebnisse der Werkstatt analysieren und dann mit den entsprechenden Experten den Ratsgremien eine Empfehlung aussprechen", sagte Vorsitzender Georg Schell. Man sei bei dem komplexen Thema aber weitergekommen. "Es war niemand dabei, der gesagt hat, das hat ja keinen Zweck." Die Teilnehmer der Werkstatt signalisierten, für weitere Diskussionen und Gespräche zur Verfügung zu stehen.

Die Ergebnisse sind nachzulesen unter www.sankt-augustin.de.