Ausbau S13 in Sankt Augustin Bauarbeiten am Mendener Bahnhof verschieben sich erneut

Die Unterführung am Mendener Bahnhof wird durch den S 13-Ausbau für zehn Monate zum Nadelöhr.

SANKT AUGUSTIN. Die Bauarbeiten am Mendener Bahnhof verschieben sich erneut. Die Bahn lässt Ende August den Boden zunächst auf Kampfmittel untersuchen. Grünen-Politiker Metz warnt vor einem Verkehrschaos.

Die Bauarbeiten an der Bahnüberführung zwischen Menden und Meindorf lassen auf sich warten. Es besteht weiterhin der Verdacht, dass sich Kampfmittel im Boden befinden. Weil diese zuerst genauer untersucht werden müssten, verzögere sich der Bau der Eisenbahnüberführung, sagte ein Bahnsprecher auf GA-Anfrage.

Im Zuge des S 13-Ausbaus wird die Bahnüberführung erneuert und verbreitert, die Meindorfer Straße (L 16) tiefer gelegt. Zehn Monate sind dafür vorgesehen. Ursprünglich sollte die Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung bereits im Mai eingerichtet werden, dann war von Juni die Rede. Inzwischen hält sich die Deutsche Bahn mit konkreten Terminangaben zurück. Für den Konzern haben zunächst die Kampfmittel Priorität, die womöglich im Boden schlummern. „Da sich der Verdachtspunkt unmittelbar an der Strecke in sechs Metern Tiefe befindet, ist es für uns nicht ohne Weiteres möglich, diesen zu untersuchen“, so der Bahnsprecher weiter. Die Stelle könne nur während einer Streckensperrung freigelegt werden. Die nächste ist für das letzte Augustwochenende geplant. „Daher werden wir den Verdachtspunkt vorher nicht untersuchen können“, sagte der Sprecher. Solange keine Klarheit herrsche, könne nicht an der neuen Überführung gearbeitet werden. Die Bahn prüfe aber, ob sie die Straßenbauarbeiten an der Meindorfer Straße „vorzeitig“ in Angriff nehmen kann.

Zehn Monate Verkehrseinschränkung

„Die Gesamtdauer der Verkehrseinschränkung der Meindorfer Straße wird sich nach heutigem Stand durch die Verzögerung nicht erhöhen“, teilte die Bahn. Damit würde es bei den vorgesehenen zehn Monaten bleiben. Aber: Die Arbeiten könnten dann vielleicht mit anderen Bauprojekten in der Umgebung ins Gehege kommen, etwa mit der Sanierung der Meindorfer Ortsdurchfahrt. Davor warnt der Grünen-Ratsherr Martin Metz, der den S 13-Ausbau begrüßt, der Bahn aber schlechte Informationspolitik vorwirft. Er macht sich mit dem Meindorfer Ortsvorsteher Peter Kespohl dafür stark, dass die Belastungen durch die Baustelle möglichst gering gehalten werden. „Die Meindorfer Straße wird gerne als Umfahrung der A 59 genutzt. Wenn die Autobahn dicht ist, verlagert sich der Verkehr nach Menden und Meindorf“, so Metz. Und dort könnte es sich dann wegen der einspurigen Verkehrsführung am Bahnhof schnell knubbeln.

Immerhin seien inzwischen aber einige Details zur Verkehrsführung geklärt, so der Grünen-Politiker. Die Stadtverwaltung habe seiner Fraktion mitgeteilt, dass die Baustellenampel flexibel auf den Verkehr reagiere. Die Bushaltestelle in Richtung Meindorf werde in Richtung Penny verschoben, so dass sich der Verkehr nicht so sehr in die Baustelle staue. Außerdem würden im weiteren Umkreis Hinweisschilder aufgestellt, damit möglichst viele Autofahrer das Nadelöhr meiden.

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