Wiesenblumensiedlung

Bürgerverein feiert sein 25-jähriges Bestehen

Feiern auf der Wiese: Die Mitglieder des Bürgervereins Wiesenblumensiedlung freuen sich auf das erste frische Kölsch.

Feiern auf der Wiese: Die Mitglieder des Bürgervereins Wiesenblumensiedlung freuen sich auf das erste frische Kölsch.

Sankt Augustin. Der Bürgerverein Wiesenblumensiedlung hat sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. 1994 willigte die Stadtverwaltung ein, die Wiese im Neubaugebiet an den Verein zu verpachten -- für heute jährlich 51 Cent.

Mit einem zünftigen Fassanstich eröffnete Jörg Even das Sommerfest. Der Vorsitzende schwang gekonnt den Hammer, sodass das 25-jährige Bestehen des Bürgervereins Wiesenblumensiedlung mit frischem Kölsch gefeiert werden konnte.

Als am 1. September 1994 der Verein im Neubaugebiet Wiesenblumensiedlung gegründet wurde, hatten sich die damaligen Bewohner auf Initiative der Eheleute Graz gerade erfolgreich gegen eine Komplettbebauung des Areals gewehrt. Nach vielen Gesprächen mit der Stadtverwaltung willigte diese schließlich ein, die Wiese als Freifläche an den Verein zu verpachten. Am 7. Oktober 1994 wurde der Pachtvertrag unterschrieben. Seither buchte die Stadt jährlich eine D-Mark, später dann stets 51 Cent vom Vereinskonto ab: per Lastschrift, damit alles seine Richtigkeit hat.

Seit zwölf Jahren ist nun Jörg Even Vorsitzender des Vereins, der rund 70 Mitglieder hat. Man feiert "normalerweise im kleinen Kreis", sagte er. "Das Fest wird im Allgemeinen von 30 bis 40 Mitgliedern und Bewohnern der Siedlung besucht", ergänzt Vorstandsmitglied Uwe Ruland. In diesem Jahr zum 25-jährigen Bestehen, kamen dann doch mehr Besucher, aber man war darauf vorbereitet und hatte ausreichend Getränke und Grillgut besorgt. Für die Kinder war Unterhaltung und Abwechslung geboten.

"Wir treffen uns zweimal jährlich zu Pflegeaktionen", erzählt Even. "Alle Pflanzen, Büsche und Bäume haben wir eigenhändig gepflanzt, auch die Hütte haben wir selbst gebaut", berichtet er. Die Stadt hilft beim Abtransport der Grünabfälle, die alljährlich anfallen. "Früher war das eine parkähnliche Anlage, jetzt wird sie mehr und mehr zur Naturlandschaft", so Even. Wildblumen und Insektenhotels sind überall zu entdecken und bestimmen mehr und mehr das Bild auf der Wiese. Dazu passt, dass beim Fest mit Hilfe des Geschirrmobils umweltschonend auf Plastik verzichtet wurde.

"Wir treffen uns auch Silvester hier, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen. Für einen Euro Vereinsbeitrag pro Monat kann man gerne Mitglied im Verein werden, die Gemeinschaft stärken und etwas für die Natur tun", erläutert Ruland und widmet sich wieder seinem Kölsch und der Bratwurst.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage.