Stadtplanung in Sankt Augustin

Autofahrer sollen in Sankt Augustin fürs Parken zahlen

Parken in Sankt Augustin.

Parken in Sankt Augustin.

Sankt Augustin. Die Stadt Sankt Augustin holt aktuell Angebote für die Parkraum-Bewirtschaftung des Areals zwischen Technischem Rathaus und Hochschule ein. Für Lehrende und Studierende soll es Sonderregelungen geben.

Es ist meist gut belegt: Auf dem Areal zwischen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, dem Haus des Handwerks und dem Technischen Rathaus in Sankt Augustin parken unter der Woche viele Menschen ihre Autos. Noch müssen sie dafür nichts bezahlen. Doch das soll sich ändern. Der Haupt- und Finanzausschuss hat einer temporären Bewirtschaftung der Flächen MI 1 bis 3 im Zentrum zugestimmt und die Verwaltung damit beauftragt, dafür entsprechende Angebote einzuholen.

Laut Stadt sollen sich die Parkgebühren mit einem Euro pro Stunde am Tarif des Huma orientieren und Kurzparker nicht belasten. So soll es möglich sein, bis zu 30 Minuten kostenlos zu parken. Die Verwaltung möchte dadurch weitere Einnahmen generieren. In den vergangenen Jahren war das Areal als Interimsparkfläche an den Huma-Investor Hurler vermietet, der Mietvertrag wurde aber im November 2018 gekündigt. Damit sind auch die Mieteinnahmen weggefallen.

Die Verwaltung sieht in der Bewirtschaftung aber auch die Möglichkeit zu ermitteln, wer die Flächen überhaupt als Parkplatz nutzt. Sie geht davon aus, dass dort vor allem Studenten, Lehrer, Beschäftigte der Hochschule und der Firma Hurler sowie deren Kunden parken. Um das herauszufinden, könnten etwa diese Einrichtungen angeschrieben und um Angabe der benötigten Ausweise oder Tagestickets gebeten werden, so die Stadt. Für Lehrer könnte es etwa kostenlose Parkausweise geben, für Studenten Tagestickets. Bei der Bewirtschaftung explizit auch Tages- oder Monatstickets anzubieten, war auch Martin Metz von den Grünen ein wichtiges Anliegen. „Es gibt Fälle, zum Beispiel Studenten, die müssen mit dem Auto fahren. Das wird für die schon eine Nummer.“ Deshalb seien Monatstickets wichtig, um Härten zu vermeiden, sagte Metz. In die Überlegungen sollte zudem auch die Rathaus-Tiefgarage einbezogen werden, ergänzte er. Dort können Besucher bislang mit Parkscheibe eine Stunde parken. Metz bat zudem darum, dass Thema auch im Zentrumsausschuss zu beraten, da sich aufgrund der Kosten Verdrängungseffekte in die umliegenden Wohngebiete ergeben könnten. „Es muss deshalb abgestimmt sein.“

Dass die Stadt die Flächen bewirtschaften möchte, sehen grundsätzlich aber alle Fraktionen positiv. Der Beschluss fiel entsprechend einstimmig. Wenn Angebote vorliegen, sollen sie zunächst im Zentrumsausschuss diskutiert werden.