Fünf Insassen gerettet

Schlauchboot verursacht Rettungseinsatz auf dem Rhein

Niederkassel/Bornheim. Ein Schlauchboot des Deutschen Roten Kreuzes aus Aachen trieb am Samstag manövrierunfähig auf dem Rhein. Als das Boot einem Schiff zu nahe kam, landeten die fünf Insassen im Wasser und mussten gerettet werden.

Unbeschadet überstanden haben am Samstag gegen 18.15 Uhr laut Bonner Feuerwehr sechs Insassen eines Schlauchbootes eine Begegnung mit einem Tankschiff auf dem Rhein zwischen Hersel und Mondorf, in Höhe der Mondorfer Fähre. Die Bonner Polizei weiß allerdings nur von fünf Personen. Sie trieben infolge eines Motorschadens am Boot manövrierunfähig in der Fahrrinne.

Nach Aussage von Gerhard Voosen, Pressesprecher der Niederkasseler Feuerwehr, handelte es sich dabei um Mitglieder der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Aachen. „Die DRK-Wasserwacht Aachen hatte den ganzen Tag am Mondorfer Fähranleger mit mehreren Booten geübt“, so Voosen. Wegen des Motoraussetzers soll es dann zu einer Kollision mit dem Tankschiff gekommen sein.

Das teilte ein Zeuge dem GA mit, der das Unglück nach eigenen Angaben von der Siegmündung aus beobachtet und die Feuerwehr alarmiert hatte. Nach Aussage des Zeugen kollidierte das Tankschiff frontal mit dem Schlauchboot, das dadurch umgeworfen wurde. Anschließend seien die Insassen ins Wasser geschleudert worden. Feuerwehrsprecher Voosen konnte die Darstellung des Zeugen nicht bestätigen: „Ich habe das Schlauchboot anschließend gesehen. Das sah nicht aus, als ob es mit einem Schiff kollidiert wäre.“

Ein anderer Feuerwehrmann, der mit als Erster vor Ort war, bestätigte, dass es keine Kollision gegeben habe. Die Personen seien aus eigenem Antrieb ins Wasser gesprungen. Ob Kollision oder nicht: Die Insassen des Schlauchbootes sind selber an Land geschwommen – genauer gesagt an die Spitze des Eiländchens am Mondorfer Hafen. Wie Feuerwehrsprecher Voosen ausführte, habe ein Boot der DRK-Wasserwacht die Verunfallten aufgenommen und zurück zum Mondorfer Fähranlieger gebracht.

Wenig später trafen dann auf beiden Seiten des Rheins Rettungskräfte ein: Aus Niederkassel, Bonn und Bornheim, wobei die Leitstelle zwischenzeitlich bereits das Signal zum Abbruch gegeben habe, so Voosen. Alle Personen seien, obwohl teils unterkühlt, unverletzt geblieben. Der Rettungsdienst habe die Personen vorsorglich untersucht.

Die Polizei hatte vorsichtshalber einen Hubschrauber angefordert. Dieser überflog die Unglücksstelle daher, als die DRK-Mitglieder bereits wieder in Sicherheit waren. Um das manövrierunfähige Schlauchboot hatte sich dann laut Polizei der Kapitän der Mondorfer Fähre gekümmert. Gegen 19 Uhr war die ungewöhnliche Hilfsaktion beendet.