Keine Pommes am Niederkasseler Rheinufer

Neuer Pächter für Imbisswagen gesucht

Einen neuen Pächter für den Imbissstand am Mondorfer Rheinufer sucht die Stadt Niederkassel.

Einen neuen Pächter für den Imbissstand am Mondorfer Rheinufer sucht die Stadt Niederkassel.

Niederkassel. Die Stadt sucht einen Imbissbetreiber für Mondorfs Flaniermeile. Wer sich eine Currywurst mit Pommes "auf die Hand" gönnen möchte, schaut aktuell in die Röhre.

Zwei Jahre hat der Betreiber eines mobilen Imbissstandes am Mondorfer Rheinufer durchgehalten. Fehlende Kundschaft und ein eingeschränktes Angebot an Speisen und Getränken, eine Vorgabe der Stadtverwaltung, führten nun zur Aufgabe. Nun sucht die Stadt Niederkassel erneut nach einem Pächter für einen Imbissstand.

Das Areal um den Mondorfer Fähranleger ist einer der schönsten Flecken in Niederkassel. Es lädt zum Verweilen ein, und davon machen, gerade bei schönem Wetter, Hunderte von Radfahrern und Fußgängern gerne Gebrauch. Eine attraktive Minigolfanlage mit angeschlossenem Eiscafé gibt den Blick auf die Fähre und die ein- und ausfahrenden Motorboote, die im Mondorfer Hafen beheimatet sind, frei. Wem nicht nach Eis und Kaffee zumute ist, und wer sich stattdessen gerne eine Currywurst mit Pommes gönnen möchte, der schaut in die Röhre. Zumindest für „auf die Hand“ gibt es das Angebot derzeit nicht mehr. Wenngleich ein kantonesisches und ein italienisches Restaurant mit gehobener Küche auf Gäste warten und diesen einen schönen Terrassenblick auf den Rhein bieten, fehlt vielen Passanten ein deftiger Happen für zwischendurch. Auch das etwas oberhalb liegende Restaurant „Schlimgen“ mit seinem romantischen Biergarten unter altem Baumbestand bietet nichts, was schnell aus der Hand gegessen werden kann.

Keine Bewerber in Sicht

Eine Fahrt mit der Mondorfer Fähre auf die linke Rheinseite nach Bonn-Graurheindorf könnte eine Alternative sein. Da liegt das Bistro „Fährpavillon“ direkt am Rhein. Nur der Radweg trennt die Gäste von den am Wasser weilenden Schwänen und Enten, und man kann hier die Außengastronomie genießen. Ein großes Angebot an Speisen und Getränken erwartet den Gast, aber eine Curry- oder Bratwurst „auf die Hand“ leider auch nicht.

Eine Marktlücke sollte man meinen, aber das ist offensichtlich nicht der Fall, wie Niederkassels Stadtsprecher Markus Thüren auf Nachfrage bestätigte. „Derzeit gibt es noch keine Bewerber, obwohl wir die Ausschreibungskriterien modifiziert haben“, sagte Thüren. Der Imbissstand muss wie bisher jederzeit abbaubar und abfahrbereit sein, kann aber nun dort stehen bleiben und muss nicht täglich weggefahren werden. Der Verkauf von Eis und der Verkauf von alkoholischen Getränken jedweder Art ist aber weiterhin nicht gestattet. Einzige Ausnahme vom Alkoholverbot ist nach städtischer Ausschreibung der Verkauf von Bier. Es ist eine Versorgungslücke, in die ein potenzieller Pächter mit mobilem Verkaufsstand stoßen könnte. Ein Anreiz dürfte auch der Umstand sein, dass die Stadt für zwei Jahre auf eine Pacht verzichtet.