Faszination des Schreibens

Klaus Tröbs aus Niederkassel verfasst Theaterstücke, Märchen und Romane

Ein ganzer Schreibtisch voller Manuskripte: Klaus Tröbs aus Niederkassel blättert in seinem Roman "50 Jahre und ein Tag".

NIEDERKASSEL. "Geschrieben habe ich eigentlich schon immer", sagt Klaus Tröbs heute. Doch seine Geschichten blieben lange Zeit in der Schublade verstaut. Erst seit seiner Pensionierung vor zwölf Jahren bringt der ehemalige Journalist seine Theaterstücke regelmäßig bei Verlagen unter.

Vor kurzem feierte er ein Jubiläum: Das Theaterstück "Die 7 Schwaben greifen ein" war sein 50. veröffentlichtes Stück, davon alleine 16 im Jahr 2012.

"Meistens kommen mir die Ideen für neue Stücke nachts", sagt Tröbs. Dann müsse er seine Gedanken auch sofort niederschreiben, da sie sonst am nächsten Morgen schon wieder weg sein könnten. "Ich ärgere mich eigentlich immer, wenn mir in der Nacht mal wieder eine Idee kommt." An Schlaf sei dann nicht mehr zu denken. "Ich hoffe ja schon fast, dass die Nacht ruhig bleibt", scherzt er.

An eine Pause nach dem Jubiläum denkt Tröbs nicht. Das nächste Theaterstück hat er bereits an die Verlage geschickt, wartet derzeit auf eine Antwort. "Ein schlechtes Fernsehprogramm ist gut für mich, denn dann setze ich mich an den Tisch und schreibe", sagt der 72-Jährige. Im Internet verfolgt er regelmäßig, wo seine Stücke überall aufgeführt werden.

In der Wohnung türmen sich derweil die Papierberge. "Ich schreibe ein Stück, drucke es aus, überarbeite und korrigiere es immer wieder, bis ich zufrieden bin", erklärt Tröbs. Denn dem Zuschauer muss es ja auch gefallen. "Alle meine Stücke sind Schwänke, bei denen die Leute lachen und Spaß haben sollen", sagt er.

Doch Tröbs schreibt nicht nur Theaterstücke, sondern auch Märchen, Gedichte und Kurzgeschichten. Gerade hat er seinen Roman "50 Jahre und ein Tag" auf den Markt gebracht. "Es ist eine Science-Fiction-Geschichte mit starken Bezügen zum Rhein-Sieg-Kreis und Chemnitz, meiner eigentlichen Heimat", erklärt der Schriftsteller.

Tröbs eigene Vergangenheit wird dabei in den Träumen der Hauptperson, Karl-Heinz Schwab, thematisiert. "Das habe ich auch alles erlebt, bin sogar auf die gleiche Schule wie er gegangen." Doch diese lokalen Berührungspunkte sind in Tröbs Theaterstücken nicht die Regel. "So viele lustige Menschen, wie sie bei mir vorkommen, habe ich nicht kennengelernt", verrät der 72-Jährige.