Dammbalkentore überprüft

Hochwasser-Übung in Niederkassel

Mitarbeiter des Niederkasseler Bauhofs setzen Dammbalkenelemente zwischen die Hochwassermauern.

Mitarbeiter des Niederkasseler Bauhofs setzen Dammbalkenelemente zwischen die Hochwassermauern.

Niederkassel-Lülsdorf. Mitarbeiter des städtischen Bauhof Niederkassel überprüfen bei einer Übung Schienen und Dichtungen der Dammbalkentore. Diese sollen bei Rheinhochwasser kurzfristig montiert werden und vor den Fluten schützen.

Anders als bei Unwettern gibt es beim Rheinhochwasser eine Vorwarnzeit. Trotzdem muss im Ernstfall alles klappen. Die Stadt Niederkassel hat deshalb am Donnerstag den Aufbau der Dammbalkentore geübt. Die Räume zwischen den Mauern werden im Hochwasserfall mit diesen Elementen aus Aluminium geschlossen. Die Elemente sind jeweils vier Meter lang und erleichtern im Katastrophenfall die Arbeit der Helfer, denn ein Sortieren ist nicht notwendig.

Insgesamt müssen im Bedarfsfall sieben Dammbalkentore geschlossen werden. Bei der Übung ging es auch darum, das vorhandene Material zu überprüfen. Dazu kamen die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs, deren Aufgabe im Katastrophenfall die Deichsicherung ist, zur Uferstraße nach Lülsdorf. Dort überprüften sie die Einlassschienen für die Dammbalkenelemente, legten eine Gummidichtung auf die Erde und fügten die Dammbalken in die Verbindungen zwischen den Torzufahrten ein.

Mit vor Ort waren neben dem Ersten Beigeordneten Helmut Esch und dem Beigeordneten Stephan Smith auch Vertreter von Feuerwehr, Ordnungsamt, Bauamt und Wasserwerk. Auch der Architekt Fabian Bongartz vom Ingenieurbüro Hebo war zur Übung gekommen. Er hatte im Jahr 2011 die Planung und Gestaltung der Hochwasserschutzmauer übernommen, die damals nicht bei allen betroffenen Anwohnern gut ankam. Heute, so Bongartz, seien die Anwohner zufrieden mit der Ausführung, die sich durch die Natursteinverkleidung gut in die Örtlichkeit einfüge.

Problematisch war seinerzeit der Hochwasserschutz des Schneppenhofs. Die historische Einfriedungsmauer wurde auf einer Länge von 35 Metern durch eine 50 Zentimeter hohe starke Betonwand ersetzt. Die alten Zaunelemente wurden wiederverwendet, so dass der Stil der Mauer erhalten blieb. Dadurch dient die Mauer heute auch dem Hochwasserschutz.

Der Übungseinsatz verlief reibungslos. Auch alle hoffen, das der Hochwasserfall nicht eintritt, so ist man in Niederkassel nach Auskunft der Stadt bestens für ein 200-jähriges Hochwasser gerüstet.