Infomobil des Landesbetrieb Straßen NRW Diskussionen über die Rheinspange in Niederkassel

Wo die neue Rheinbrücke verlaufen könnte, wollen die Bürger am Infomobil des Landesbetriebs Straßen NRW wissen.

Niederkassel. Viele Bürgerinitiativen versammelten sich zur Diskussion am Infomobil des Landesbetrieb Straßen NRW in Niederkassel. Die Behörde informierte über die Planung der Rheinspange.

Auf großes Interesse stieß am Freitag das Infomobil des Landesbetriebs Straßen NRW auf dem Niederkasseler Rathausplatz. Dort informierte die Behörde über die bevorstehende Planung der Rheinspange, und es ging durchaus emotional zu.

In der öffentlichen Diskussion stehen eine „Nordquerung“, die zwischen Lülsdorf und Langel ansetzen soll, und eine „Südquerung“ (zwischen Lülsdorf und Niederkassel) im Raum. Die jeweiligen Gegner aus der Bevölkerung waren am Infomobil erschienen. Dabei gibt es momentan noch gar keine Trasse, die Planung hat noch nicht begonnen. Das betonte Sabrina Kieback, Sprecherin des Landesbetriebs.

Derzeit würden Verkehrsgutachten für den gesamten Köln/Bonner Raum erstellt und Verkehrszählungen durchgeführt, um dann Hochrechnungen zu erstellen, wie sich der Verkehr verlagere, wenn an einer Stelle eine Rheinquerung gebaut werde. Außerdem sei eine Umweltverträglichkeitsstudie in Auftrag gegeben worden, die sich mit Naturschutz, Wohngebieten oder Leitungen, etwa die der Shell AG, beschäftige.

Trasse ist aktuell ohne Bahn geplant

„Erst wenn diese Ergebnisse vorliegen, werden die Planer erste Linien für die Rheinquerung erarbeiten, und dann wird es in den Ortschaften dazu Planungswerkstätten geben“, kündigte Kieback an. Das sei voraussichtlich im Jahr 2019 der Fall. Unter den Varianten werde eine Vorzugsvariante vorgeschlagen.

Zum Projektteam von Straßen NRW gehören aktuell Projektleiter Rüdiger Däumer, Christian Krämer und Britta Dierke. Auch wenn die Trasse aktuell ohne Bahntrasse geplant wird, sollen die Schienenvertreter mit am Tisch sitzen. „Das betrifft sowohl den ÖPNV, als auch die Deutsche Bahn“, sagte Kieback.

Der Niederkasseler Friedhelm Küster sah es ganz nüchtern: „Ich bin für eine sachgerechte Lösung, die die Umwelt möglichst wenig belastet.“ Er fordert eine Untertunnelung. „Das geht alles, man muss nur Geld in die Hand nehmen.“

Zur Startseite