Leiche am Rheinufer in Niederkassel angespült

Derzeit keine Hinweise auf Gewaltverbrechen

Symbolbild

Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, habe der Tote im Schilf am Rheinufer bei Rheidt gelegen.

Niederkassel. Am Rheinufer bei Rheidt ist am Sonntagmittag eine männliche Leiche gefunden worden. Ob ein Zusammenhang zu den Hilferufen besteht, die eine Passantin am Samstagmorgen ganz in der Nähe hörte, ist laut Polizei aber noch unklar.

Wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte, hatte ein Anrufer den Fund am Sonntagvormittag gemeldet. Im Schilf des Rheinufers, wenige hundert Meter stromabwärts der Suchstelle vom Samstag, hatte er den leblosen Männerkörper entdeckt. Feuerwehr und Kriminalpolizei rückten anschließend aus, um die Leiche zu bergen und zu untersuchen.

Der Tote ist laut Polizei schätzungsweise 35 bis 40 Jahre alt. Er hatte keine Ausweispapiere bei sich. Er war nach Polizeiangaben äußerlich unverletzt. Bisher gibt es demnach auch keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Jetzt ermittelt die Polizei Identität und Todesursache.

In der Nähe des Fundorts hatte es erst am Samstagmorgen eine große Suchaktion der Polizei gegeben. Laut Feuerwehrpressesprecher Klaus Poggenpohl hatte sich gegen 6 Uhr eine Anruferin bei der Leitstelle gemeldet, die angab, eine Männerstimme aus Richtung des Werths mehrfach um Hilfe rufen gehört zu haben.

Dem Klang der Stimme nach schätzte sie die Person auf etwa 40 Jahre. Gesehen hatte sie jedoch niemanden. Dennoch stufte die Leitstelle die Schilderungen der Frau schnell als glaubwürdig ein. Neben der Feuerwehr entsendete sie unter anderem einen Hubschrauber der Bundespolizei. Auch Suchhunde-Teams des Roten Kreuzes, der Johanniter sowie der BRH Rettungshundestaffel Rhein-Sieg sowie die Wasserschutzpolizei beteiligten sich an der Suche, die gegen Mittag aber ergebnislos eingestellt wurde - auch deshalb, weil sich laut Polizei weder andere Zeugen gemeldet hatten, noch eine Vermisstenanzeige vorlag.

"Wir haben derzeit noch keine Erkenntnisse, ob ein Zusammenhang mit dem Leichenfund besteht", erklärte der Sprecher am Sonntagnachmittag. Möglich sei auch, dass der Tote aus einem anderen, flussaufwärts gelegenen Rhein-Abschnitt in Rheidt angespült worden sei. Dass es sich bei dem Toten um einen Suizidenten handele, komme ebenfalls in Betracht.