Kirche in Niederkassel

Das Rheidter Pfarrheim wird saniert

Es wird Zeit für einen neuen Bodenbelag im Pfarrheim: Fördervereinsvorsitzender Stephan Forst, Schriftführer Rolf Geus und Beisitzer Markus Josten zeigen kahle Stellen im Teppichboden.

Es wird Zeit für einen neuen Bodenbelag im Pfarrheim: Fördervereinsvorsitzender Stephan Forst, Schriftführer Rolf Geus und Beisitzer Markus Josten zeigen kahle Stellen im Teppichboden.

NIEDERKASSEL. Der Förderverein für das Pfarr- und Jugendheim St. Dionysius Rheidt beteiligt sich an den notwendigen Kosten des Umbaus. Das Gebäude wurde 1863 erbaut.

Noch heute empfängt einen der Hauch der Geschichte bei dem Ensemble aus Kirche, Pfarrhaus sowie Pfarr- und Jugendheim an der Pastor-Ibach-Straße und am Hohen Rain in Rheidt. Alle Gebäude mit ihrer jeweiligen Backsteinfassade sind denkmalgeschützt und erinnern an das Leben in der Kirchengemeinde im 19. Jahrhundert.

Allerdings wurde das heutige Pfarrheim, das gemeinsam mit dem Pfarrhaus 1863 erbaut wurde, seinerzeit als Wirtschaftsgebäude, Scheune und Viehstall genutzt. So wie das Pfarrheim mit seinen geschätzt 1000 Quadratmetern heute da steht, wurde es nach umfangreichen Bau- und Umbauarbeiten 1980 in Betrieb genommen. „Vor mehr als zehn Jahren begann die Kirche mit den Sparmaßnahmen, die allerdings weniger den Seelsorgebereich als das Drumherum treffen sollten“, berichtet der heutige Vorsitzende des Fördervereins für das Pfarr- und Jugendheim St. Dionysius in Rheidt, Stephan Forst. Als Reaktion darauf sei vor elf Jahren der Förderverein gegründet worden. Diesem gehe es bis heute besonders darum, einen Teil der Unterhaltskosten des Pfarrheims wie Energie, Wasser, Hausmeister und Reinigung zu finanzieren. „Hinzu kommen Rückstellungen für besondere Projekte“, so Forst.

90 Personen und acht Vereine sind Mitglied im Förderverein und unterstützen ihn mit mindestens 20 Euro im Jahr. Hinzu kommen Spenden und Einnahmen aus Aktionen wie dem Verkauf des Bilderkalenders mit Rheidter Motiven. Die Liste der anstehenden Sanierungsprojekte ist lang und soll nun sukzessive abgearbeitet werden. Nach der kompletten Küchensanierung vor fünf Jahren, der neuen Saalbeleuchtung und der Anschaffung von rund 250 Stühlen und 60 bis 70 Tischen steht jetzt der Bau einer barrierefreien Toilette an. „Die Planungsphase befindet sich kurz vor dem Abschluss, mit dem Umbau soll zeitnah begonnen werden“, so der Fördervereinsvorsitzende. Man habe intensive Abstimmungsgespräche mit Kirchenvorstand und Erzbistum geführt. Das Vorhaben wird mit Kosten von geschätzt rund 20 000 Euro der dickste Batzen sein, an dem sich der Förderverein in nächster Zukunft beteiligt. Die genauen Planungen in Abstimmung mit der Erzdiözese laufen dann über den Kirchenvorstand, dessen zweiter Vorsitzender der Technische Beigeordnete der Stadt Niederkassel ist: Helmut Esch. Im Anschluss sollen die alten Teppichböden im Obergeschoss ausgetauscht und Beschläge an den Türklinken erneuert werden ebenso wie die Flurbeleuchtung.

Auch über feste Sitzgelegenheiten im Außenbereich werde aktuell nachgedacht, so Forst. Das sei ein Wunsch der Kolping-Jugend.

Schon jetzt gehen die Vorstandsmitglieder des Fördervereins davon aus, dass die Mittel der Erzdiözese in Zukunft eher spärlicher fließen. „Es könnte sein, dass wir schon bald den Unterhalt für das gesamte Pfarrheim übernehmen müssen“, prognostiziert Forst, dass der Förderverein in Zukunft noch mehr als bisher auf Spenden angewiesen sein wird. Bis zu 120 Menschen finden im Saal Platz, angegliedert ist die Pfarrbücherei im Obergeschoss ebenso wie Gruppenräume für Messdiener und Kolping-Jugend.