Euroflugtag in Niederkassel

Aero-Club Rheidt feiert sein 50-jähriges Bestehen

Klaus Fischer präsentiert beim Euroflugtag in Rheidt seine Fokker "Spinne" von 1911.

Klaus Fischer präsentiert beim Euroflugtag in Rheidt seine Fokker "Spinne" von 1911.

Niederkassel. Musik, viele Modellflugzeuge und ein Feuerwerk: Ein abwechslungsreiches Programm hatte der Aero-Club Rheidt für die Euroflugtage zusammengestellt. Am Freitagabend fiel die Veranstaltung allerdings ins Wasser.

Lange hatten die Vereinsmitglieder des Aero-Club Rheidt die Vorbereitungen zum 50-jährigen Vereinsbestehen bis ins kleinste Detail geplant. Von Freitag bis Sonntag sollte es auf dem Modellflugplatz am Otto-Lilienthal-Weg ein spektakuläres Programm für die zahlreichen Besucher des Euroflugtags geben. Die ersten Gäste kamen bereits am Dienstag mit Wohnwagen und Zelt aus England mit ihren Modellflugzeugen angereist.

Am Freitag gab es die ersten Flugvorführungen und gegen Abend waren ein Street-Food-Festival, eine Gesangsshow sowie eine Euro-Dance-Party bis nach Mitternacht geplant. Mit lautem Donner und grellen Blitzen zog dann ein heftiges Gewitter über das Festgelände, sodass die Verantwortlichen aus Sicherheitsgründen die Freitagsveranstaltung absagen mussten. Am Samstag hingegen zeigte sich das Wetter von einer besseren Seite und die Besucher strömten zum Festgelände. Auch wenn die Piloten mit teilweise starkem Seitenwind zu kämpfen hatten, so bekamen die Besucher doch spektakuläre Flugmodelle von der Fokker aus dem Jahr 1911 bis zum sowjetischen Supertransporter „Antonow 225“ am Boden und in der Luft zu sehen.

"Modellbau hält fit und jung"

Klaus Fischer (70) kam aus Süddeutschland nach Rheidt mit dem Nachbau einer Fokker 1911 „Spinne“, einer von dünnen Drähten zusammengehaltenen Maschine im Maßstab 1:2,5. „Ich bin seit meinem zehnten Lebensjahr Modellbauer. Das Flugzeug hat mich begeistert, obwohl ich nur einige Bilder davon gesehen habe. Es gab auch keine Baupläne und ich konnte mir nicht vorstellen, dass Menschen tatsächlich mit solch einem Gerät geflogen sind“, so Fischer. Der gelernte Kfz-Mechaniker ist davon überzeugt, dass Modellbau fit und jung hält. „Körper und Geist werden gefordert und man muss sich immer wieder neu orientieren, da die Technologie sich ständig weiterentwickelt“, so Fischer.

Bürgermeister Stephan Vehreschild gratulierte dem Aero-Club im Namen der Stadt Niederkassel zum Jubiläum und lobte die gute Jugendarbeit des Clubs sowie dessen erfolgreiche Naturschutzmaßnahmen. „Ihr betreibt Naturschutz und habt schon früh Blühwiesen und Blühstreifen als Ausgleichsmaßnahmen angelegt“, sagte Vehreschild. Mit der Kölner Band „Pläsier“, einem Feuerwerk und einer illuminierten Nachtflugshow endete der Samstag. Und am Sonntagmorgen standen die Besucher schon wieder früh auf dem Gelände, um Turbinenjets, Helis und die Nachbauten historischer Flugzeuge zu bestaunen.